Im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wurde durch Wiederansiedlung eine junge Luchspopulation gegründet (Lynx lynx, ca. 20 Gründertiere). Nach anfänglich positivem Trend führten u. a. Zufallsereignisse und ein unausgeglichenes Geschlechterverhältnis zu erhöhtem Inzuchtrisiko; verwandtschaftliche Paarungen und teils nicht überlebensfähige Jungtiere sind dokumentiert. Zur Stabilisierung der genetischen Diversität sollen über 15 Jahre jährlich 1–2 genetisch passende Luchse – vorrangig Weibchen – freigesetzt und deren Integration sowie Reproduktion mittels Telemetrie und genetischem Monitoring evaluiert werden. Das Projekt wird als Maßnahmentyp nach Nr. 7 des § 3 LNatSchG – „[…] Herstellung eines günstigen Erhaltungszustands eines Lebensraumtyps oder eines Vorkommens einer besonders geschützten Art.“ – durchgeführt.