Waldbild mit Totholz in der Mitte

Lebensraumschutz für windkraftsensible Waldfledermäuse

Das bundesweite Verbundprojekt „Windkraftsensible Waldfledermäuse“ wird im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Lebensraumqualität für Waldfledermausarten, die durch Lebensraumverlust und Schlaggefährdung bedroht sind.

Um das Ziel der Bundesregierung des Windkraftausbaus (115 GW bis zum Jahr 2030) zu erreichen, sind die Bundesländer aufgefordert mindestens 2 % ihrer Landesfläche zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend ist absehbar, dass Windenergieanlagen auch verstärkt in Wäldern errichtet werden. Es sind sowohl Arten betroffen, die an und in Bäumen Quartiere suchen und Wälder zur Nahrungssuche nutzen, als auch Fledermäuse, die durch größere Flughöhen einer erhöhten Schlaggefährdung ausgesetzt sind. Daher soll die Lebensraumqualität für Fledermäuse in Wäldern im gesamten Bundesgebiet verbessert werden.

Im Fokus stehen insbesondere die Mopsfledermaus, die Bechsteinfledermaus, die Rauhautfledermaus und der Kleinabendsegler. Gemeinsam mit zehn Verbundpartnern werden in 12 Bundesländern die Wochenstubenkolonien sowie die Paarungs- und Wintergesellschaften betrachtet und Maßnahmen für die Zielarten umgesetzt. Darüber hinaus gehören Fortbildungsveranstaltungen für Waldbesitzende und Forstwirtschaftende sowie der Aufbau eines Akteursnetzwerks zu den zentralen Projektaktivitäten.

Kontakt

Emily Friedrich 
06131 - 16 5571
Hannah Markant 
06131 - 16 5570

fledermaus[at]snu.rlp.de

Diether-von-Isenburg-Str. 7
55116 Mainz
 

Projektziele:

  • Identifikation von Lebensräumen, die von Wochenstubenkolonien sowie von Paarungs- und Wintergesellschaften genutzt werden
  • Konzeptionierung und Umsetzung von modellhaften Schutzmaßnahmen im gesamten Bundesgebiet, in unterschiedlichen Waldeigentumsformen
  • Aufbau eines Akteursnetzwerks (Forst, behördlichen und ehrenamtlichem Naturschutz) um die modellhaften Schutzmaßnahmen zu multiplizieren und über das Projektende hinaus zu verstetigen

Rheinland-Pfalz ist eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands. Hier gelten die vier Zielarten als vom Aussterben bedroht oder als stark gefährdet. Es sind Nacherfassungen durch akustisches Monitoring, Netzfänge und Telemetrie geplant. Darüber hinaus sollen Schutzmaßnahmen in sechs Gebieten umgesetzt und fünf Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt werden.

Verbundpartner

Die Naturstiftung David ist der Lead-Partner des Verbundprojektes.

Logos aller Verbundpartner

Projektförderung

Im März 2026 startete das Verbundprojekt „Windkraftsensible Waldfledermäuse“ im Nationalen Artenhilfsprogamm (nAHP).

Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms in der Förderperiode 2026-2031 durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Nationalen Artenhilfsprogamm wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und Logo des Bundesamt für Naturschutz