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Bestandstützungen und Wiederansiedlungen
Ziel unseres Projekts ist es, bestehende Feldhamstervorkommen zu stärken und in ehemaligen Verbreitungsgebieten frühere Vorkommen wiederherzustellen.
In der Ackerflur bei Mainz‑Ebersheim bzw. Mainz‑Hechtsheim/Marienborn sollen die beiden räumlich isolierten Teilvorkommen durch ergänzende Auswilderungen wieder miteinander verbunden werden. Ein weiteres Gebiet in Rheinhessen soll ebenfalls in Absprache mit den landwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Akteuren und Behörden in der Region für Auswilderungen vorgesehen werden.
Für die Auswilderungen werden sogenannte Lebensraumparzellen mit einer Größe von rund 3–5 Hektar - bestehend aus Luzerne-, Getreide- und Blühstreifen - angelegt, die den Feldhamstern Nahrung und Schutz bieten. Die Auswilderungsflächen werden unter anderem mit Elektrozäunen und vorgebohrten Initialbauen vorbereitet und zusammen mit weiteren Flächen in der Umgebung feldhamsterfreundlich bewirtschaftet. Dies ist nur in enger Absprache und Kooperation mit den lokalen landwirtschaftlichen Betrieben möglich. Regelmäßige Gespräche, jährliche Stammtische und gezielte Ansprache sollen sicherstellen, dass ausreichend Flächen langfristig zur Verfügung stehen. Pro Gebiet werden über mehrere Jahre hinweg jeweils etwa 30 einjährige Feldhamster freigelassen. Die Auswilderungen folgen einem klaren Ablaufplan, der Geschlechterverhältnis, Verwandtschaftsgrad und Flächengestaltung berücksichtigt.
Informationen für Landwirtinnen und Landwirte
Der Feldhamster ist als Art der offenen Kulturlandschaft auf landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen angewiesen. Durch gezielte Maßnahmen wie Blühflächen, Luzerne oder Ernteverzichtsstreifen entstehen wertvolle Rückzugsräume, die dem Nager Nahrung und Schutz im Jahresverlauf bieten – und zugleich vielen weiteren Arten der Agrarlandschaft zugutekommen. Damit der Feldhamster in Rheinland-Pfalz eine Zukunft hat, brauchen wir Ihre Unterstützung als Landwirtinnen und Landwirte!
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