© Bodo Witzke

Feldhamsterzucht
Die letzten Wildbestände der Feldhamster in Rheinland-Pfalz sind stark zurückgegangen oder in manchen Regionen bereits ausgestorben. Die verbliebenen Teilvorkommen haben sich immer mehr voneinander isoliert, weshalb die Inzucht innerhalb der Vorkommen zunimmt. Um der genetischen Verarmung entgegenzuwirken bzw. Vorkommen wiederherzustellen, entsteht im Projekt eine Zuchtstation, in der Tiere aus unterschiedlichen Teilvorkommen aus Rheinland-Pfalz und benachbarten Regionen am Oberrhein verpaart werden. Die Zuchttiere werden im Rahmen von Bestandsstützungen und Wiederansiedlungen ausgewildert und tragen maßgeblich zum Erhalt des Feldhamsters in Rheinland-Pfalz bei. Die Zuchtstation wird eng mit bereits bestehenden Zuchten in Hessen und Baden‑Württemberg vernetzt, um langfristig eine stabile Metapopulation am Oberrhein aufzubauen. Ein gemeinsames bundesländerübergreifendes Zuchtmanagement mit Hessen und Baden-Württemberg sorgt für abgestimmte Zuchtplanung, einheitliche Dokumentation und regelmäßigen Austausch unverwandter Tiere.
Die Standortauswahl für die neue Zuchtstation soll bis 2026 abgeschlossen sein. Der Aufbau bzw. Ausbau der Anlage ist für 2027 geplant, sodass der reguläre Betrieb voraussichtlich 2028 starten kann.