Rheinhessische Feldhamster im Oberrhein-Verbund

Projekt im nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP)

Das am 01. März gestartete Projekt „Rheinhessische Feldhamster im Oberrhein-Verbund - Stärkung der Feldhamster in Rheinland-Pfalz als Teil der Metapopulation am Oberrhein“ (kurz: „RLP-Feldhamster“) dient der Verbesserung des Erhaltungszustands sowie dem langfristigen Schutz des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters (Cricetus cricetus) in Rheinland-Pfalz. Ziel ist zum einen die Erhöhung der Lebensraumqualität und zum anderen die Verbesserung der genetischen Entwicklung der Feldhamstervorkommen.

Dafür ist der Aufbau einer eigenen Feldhamsterzucht für Bestandsstützungen sowie Wiederansiedlungen in Rheinhessen geplant. Für eine zukunftsfähige und effiziente Umsetzung setzen wir dabei auf einen bundesländerübergreifenden Austausch mit den bereits etablierten Zuchtstationen in Hessen und Baden-Württemberg.  Mit Hilfe der Zucht-Feldhamster soll das inzwischen genetisch verarmte Feldhamstervorkommen bei Mainz stabilisiert werden. Ergänzend sollen in einem zweiten (ehemaligen) Vorkommensgebiet Auswilderungen stattfinden. Ein drittes Gebiet soll langfristig darauf vorbereitet werden.

Dafür sind von 2026 bis 2032 folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Aufbau und Betrieb einer Zuchtstation in Rheinland-Pfalz mit bundesländerübergreifendem Zuchtmanagement im Oberrhein-Verbund 
  • Durchführung von Bestandsstützungen bzw. Wiederansiedlungen in Rheinhessen
  • Begleituntersuchungen und Datenmanagement zur Erfolgskontrolle
  • Fachlicher Austausch und Einbindung von verschiedenen Akteuren und Akteursgruppen
  • Projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Publikation von Ergebnissen
  • Koordination und Evaluation des Projektes

Durch intensives Monitoring und die Evaluierung der Auswilderungen werden zusätzlich wertvolle Informationen zur Bestandsentwicklung in Rheinland-Pfalz gesammelt sowie eine Kontrolle des Erfolgs der Feldhamster-Schutzmaßnahmen im Feld ermöglicht.

 

Projektförderung

Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) in der Förderperiode 2026‑2032 durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.