© Bundesamt für Naturschutz, BfN

© Bundesamt für Naturschutz, BfN

Seit Wölfe in Deutschland (und fast ganz Europa) 1990 unter strengen Schutz gestellt wurden, kehren immer mehr Tiere in die früheren Verbreitungsgebiete mit ihren mittlerweile wieder reichen Wildbeständen zurück. 2000 wurden im Nordosten Sachsens nahe der polnischen Grenze auf einem Truppenübungsplatz erstmals in Deutschland wieder Wolfswelpen geboren. Die hierher eingewanderten Wölfe stammten aus einer Population in Polen, die heute zusammen mit dem deutschen Vorkommen als Mitteleuropäische Tieflandpopulation bezeichnet wird. Aktuell gibt es bundesweit 60 Wolfsrudel, 13 Wolfspaare und 3 sesshafte Einzelwölfe (Monitoringsjahr 2016/2017).

Der Wolf kommt derzeit außer in Belgien, Niederlanden, Dänemark und Luxemburg in jedem Staat auf dem europäischen Festland vor (Stand: November 2017).

Wölfe besiedeln in Europa die verschiedensten Lebensräume. Sie können in Naturlandschaften genauso leben wie in von Menschen geprägten Kulturlandschaften. Deshalb ist es auch nicht vorhersehbar, welche Lebensräume von Wölfen besiedelt werden. Ein Einwanderungsdruck besteht über die Vogesen und Mittel-und Ostdeutschland nach Rheinland-Pfalz.

Lebensraumeignung auf Kreisebene (Waldanteil, Dichte von Infrastruktureinrichtungen, Bevölkerungsdichte). Autor: Klaus Hertweck, Datengrundlage: Statistische Landesämter der BRD (Stand 2003)