Blüten der Moosbeere © SNU

© SNU

Wiedervernässung

© SNU, Moritz Schmitt

Während der Projektlaufzeit wurden auf rund 105 ha Wiedervernässungsmaßnahmen unterschiedlicher Ausführungen (288 händische Staue, 35 Baggerstaue, 4 Vinylspundwände mit Bagger, Erhöhung Stauwehr Mürmes, Korrektur der Wasserführung Oberluderbruchsystem, Wegerück- und Umbau in sieben Gebieten) umgesetzt. Die Maßnahmen haben Auswirkungen auf eine Flächengröße von gut 50 ha pro Region. Die gute Zusammenarbeit mit dem Bergwaldprojekt e.V., mit Landesforsten sowie dem NLP Hunsrück-Hochwald und den Rangern hat großen Anteil am Erfolg.

Aufwertung Grünland

© Gerd Ostermann

In den angrenzenden naturschutzfachlich wertvollen Offenlandbereichen wurden Gehölze entfernt, um offene Strukturen und typische Pflanzengesellschaften auf rund 20 ha wiederherzustellen. Zudem wurden über 10 ha an die Moore angrenzende, artenreiche Wiesen durch Rodung, Fräsen und Heusaat neu geschaffen. Diese dienen auch dem Lebensraum des in Rheinland-Pfalz stark gefährdeten Hochmoor-Perlmuttfalters.

Hochmoor-Perlmuttfalter

© Steffen Caspari

Zur Bestandssicherung und -ausweitung von Boloria aquilonaris wurde eine Wiederansiedlung am Mürmes mittels Umsiedlung von 40 eiertragenden Weibchen durchgeführt. In den Folgejahren konnten Vorkommen von über 100 Exemplaren erfolgreich bestätigt werden.
Als Flächen mit Wiederansiedlungspotential für den Hochmoor-Perlmuttfalter mit ausreichend Vorkommen an Moosbeere (Eiablage) und genügend Blühangebot (Nektarpflanzen) kamen während der Projektlaufzeit noch das Heidemoor bei Weißenseifen und der Dreiherrige Stein in Frage.

Entnahme Gehölze

© SNU, Moritz Schmitt

Moorstandorte werden durch nicht standortstypischen Gehölzen beeinträchtigt (Transpiration, Interzeption, Beschattung). Durch das Entfernen der Gehölze in Verbindung mit einer Wiedervernässung können sich die ursprünglichen Lebensgemeinschaften des Standorts wieder ausbreiten und ansiedeln. Bestockungen wurden auf einer Flächengröße von 58 ha entnommen und Verbuschungen auf einer Fläche von rund 45 ha bodenschonend entfernt.Die angekaufte Moorraupe unterstützte die Forstwirte in erheblichem Maße bei Wiedervernässungs- und Entbuschungsarbeiten.

Denitrifizierungsanlage

© SNU, Moritz Schmitt

Der Einsatz von Düngemitteln steigt kontinuierlich an und gefährdet durch den Nährstoffeintrag Ökosysteme sowie Grund- und Trinkwasser.
Eine Lösung, um gefährdete Ökosysteme neben landwirtschaftlich genutzten Flächen erhalten zu können, bieten Umwelt-Denitrifizierungsanlagen. Am Mürmes, das von einfließendem Drainagenwasser belastet ist, wurde der Einsatz einer Denitrifizierungsanlage mit Holzhackschnitzel umgesetzt und stellt als erste Anlage solchen Bautyps eine Art Demonstationsvorhaben dar.

Inforundwege

© SNU, Moritz Schmitt

Für eine touristische Inwertsetzung wurden in der Eifel zwei Inforundwege am Mosbrucher Weiher und am Mürmes angelegt. Im Hunsrück kann im Rahmen der Ochsentour das Moor über einen Bohlenweg wunderbar erfahren werden.
Sie sind herzlich dazu eingeladen die Wege zu erkunden!
Weitere Informationen zu den Rundwegen erhalten Sie im Bereich Download, bei der Stiftung oder in den regionalen Tourist-Informationen.

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