© Deutsche Wildtierstiftung

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Tipps zur Identifikation von Feldhamsterbauen

© Anne Schröer, SNU

Ein sicheres Indiz für die Anwesenheit des Feldhamsters ist die Fallröhre des Hamsterbaus. Der Eingang ist ein kreisrundes Loch, dessen Wände sehr fest sind und an das sich ein schräg oder senkrecht nach unten führender Gang anschließt. Die Röhre haben einen Durchmessern zwischen 6 und 8cm.

Die Feldhamster öffnen ihre Fallröhre (senkrecht) oder Schlupfröhre (schräg) nach der Winterruhe im von unten. Häufig befindet sich in einem Umkreis von 2 Metern mehrere Röhren.

Den Bereich um das Loch frisst der Hamster frei, um eine gute Übersicht zu haben, wenn er herausschaut. Bei Gefahr lässt sich der Feldhamster blitzschnell durch diesen Fluchtweg in die Tiefe fallen.

© Anne Schröer, SNU

Ein weiteres Indiz kann Erdaushub in der Nähe der Hamsterröhren sein, allerdings ist dieser nicht angehäuft wie ein Maulwurfshügel. Die Menge kann bis zu 30 kg Erde sein.

Beste Chance

Feldhamster sind je nach Witterung meist ab Anfang/Mitte April aktiv. Die Art ist zu allen Tageszeiten anzutreffen, überwiegend allerdings in der Dämmerung und nachts. Sie ist ein Einzelgänger und nur zur Jungenaufzucht bewohnen mehrere Feldhamster einen Bau.

Bitte beachten

Bitte suchen Sie nicht selbst nach Feldhamstern auf landwirtschaftlichen Flächen. Im Frühjahr und Sommer führen Experten Kartierungen in Rheinhessen in Absprache mit den Flächenbewirtschaftern durch. Ausgehend von Ihren Hinweisen werden die Experten auch nach weiteren Vorkommen im Umkreis suchen