© Deutsche Wildtierstiftung

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Feldhamster im landwirtschaftlichen Jahr

© Hamsterzyklus/SNU

Der Feldhamster benötigt im Frühjahr vor allem gute Deckung vor Fressfeinden, wenn die Art aus dem Winterschlaf erwacht und die aktive Saison beginnt. Wintergetreide und Raps bieten bereits im April Deckung; Sommergetreide, Mais und Rüben hingegen werden erst zu diesem Zeitpunkt gesät (März bis Mai).

Frühreife Sorten oder eine frühe Ernte rauben den Feldhamstern heutzutage bereits ab Juli die Deckung, es fehlt vor allem den Weibchen und Jungtieren an Nahrung und die Möglichkeit, ausreichenden Vorrat für den Winter anzulegen.

Mehrjährige Luzerne- oder Blühstreifen bieten nicht nur Deckung für Feldhamster und weitere Arten der Feldflur, sondern ermöglichen zusätzlich auch noch ein variantenreiches Nahrungsangebot.

Das Belassen von nicht-geernteten Getreideparzellen und ein später Stoppelumbruch sind daher ebenfalls Feldhamsterschutzmaßnahmen.

Ein Mosaik aus verschiedenen Feldfrüchten, deren Ernte zeitlich versetzt geschieht und die Möglichkeit, dass der Hamster in diesem Biotopnetz wandern kann, kann sein Überleben in der Agrarlandschaft sichern.

Zur Versorgung im Winter transportiert der Hamster in seinen Backtaschen Nahrung in den Bau. Hat die Art bis Oktober genügend Nahrung „hamstern“ können, wird sie aus dem Winterruhe im nächsten Jahr wieder erwachen. Die Winterruhe dauert von Oktober bis April.