Ein besonderer Sommergast ist bei uns, der Langschwänziger Bläuling (Lampides boeticus), welcher auch Großer Wanderbläuling genannt wird.
Wie der Name schon schlussfolgern lässt, gehört diese Art zu den Bläulingen (Lycaenidae). Der Name Großer Wanderbläuling weist auf eine weitere Eigenschaft des Falters hin, sein ausgeprägtes Zugverhalten. Die Art ist nämlich nicht in Deutschland heimisch und gilt nur als Sommergast in besonders warmen Jahren. Der Große Wanderbläuling ist also eine Art, die potentiell vom Klimawandel profitiert und ihr Verbreitungsgebiet erweitert. Dafür spricht auch, dass allein dieses Jahr im ArtenFinder 17 bestätigte Meldungen des Großen Wanderbläulings eingingen. 
Der deutsche Name Langschwänziger Bläuling weist auf die charakteristischen „Schwänzchen“ an den Hinterflügeln des Falters hin. Von seiner Schwesterart dem Kleinen Wanderbläuling unterscheidet sich der Große Wanderbläuling durch die Namensgebende Größe und durch eine weiße Binde auf der Flügelunterseite (siehe Bild), welche dem Kleinen Wanderbläuling fehlt. Mit viel Glück gelingt auch jetzt noch ein Nachweis des Falters. Um dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen sollte man bei der Suche besonders auf Platterbsen-Gewächse achten, da die Falter diese bevorzugt anzufliegen scheinen.