Westerwald (D39)

Kleinstgewässer Montabaurer Höhe

Mit der Maßnahme sollen Kleinstgewässer renaturiert und neu angelegt werden, um stillwassergebundene Tier- und Pflanzenarten zu fördern. Alle Neuanlagen sollen flache Ufer und große Flachwasserzonen aufweisen. Bestehende größere Gewässer sollen von Baumbewuchs freigestellt und entschlammt werden. Nach 10 Jahren ist eine Folgepflege vorgesehen. Neben direktem Lebensraum für Pflanzen und Tiere stellen die neuen Kleinstgewässer im Wald auch wichtige Wildtränken für Rothirsch, Wildkatze und andere Wildtierarten dar. Zudem können die Tümpel zur Wasserrückhaltung in der Fläche beitragen. Im Rahmen von zwei Bachelorarbeiten an der Universität Koblenz-Landau wird die Artenzusammensetzung der renaturierten und neu angelegten Gewässer untersucht und somit die Effizienz der Maßnahme validiert. Geplant und koordiniert wird die Maßnahme von der Willi und Liselotte Masgeik-Stiftung aus Molsberg in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Oberen Wasserbehörde und dem Forstamt Neuhäusel.

Erweiterung Bonefelder Heide

Durch die von der Kreisverwaltung Neuwied geplante Maßnahme sollen die Relikte der früher im vorderen Westerwald verbreiteten Heidelandschaft gesichert werden. Durch die Beweidung mit Heidschnucken soll der Offenlandcharakter des Biotops hergestellt, gepflegt und langfristig sichergestellt werden. Die Maßnahme wirkt in Ergänzung zu der bereits bestehenden Beweidung auf der Bonefelder Heide, die erfolgreich vom NABU Rengsdorf betreut wird und bereits gute Ergebnisse erzielen konnte. 

Hunsrück (D42)

Anlage von Waldtümpeln im Rhein-Hunsrück-Kreis

Der Rhein-Hunsrück Kreis ist von Natur aus arm an Stillgewässern. Diese sind Lebensraum vieler Insekten (u. a. Amphibien, Libellen, Wanzen, Stein- und Köcherfliegen, Käfern usw.). Diese Tiere stellen wiederum Nahrung für andere Tiergruppen wie Fledermäuse und Vögel dar. Stillgewässer sind zudem wichtige Lebensraumausstattungen (Tränken) für viele Tierarten und tragen zusätzlich zur Wasserrückhaltung bei. Die Maßnahme beinhaltet die Anlage mehrerer Tümpel als sogenannte Himmelsteiche – ohne Anschluss an Oberflächen - oder Grundwasser – an geeigneten Standorten im Wald. Mit jeweils einer Größe von 35 bis 70 qm und einer Tiefe von mindestens 1,50 m soll gewährleistet werden, dass die Tümpel auch im Winter nicht vollständig zufrieren.

Neuanlage Lindenreihe Sargenroth

Zur Aufwertung des Landschaftsbildes beantragte die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis Mittel aus Ersatzzahlungen für die Neuanlage einer Lindenreihe in Sargenroth, die zu einer Verlängerung einer bereits bestehenden Baumreihe führte. Die Baumreihe mit 25 Winterlinden (Tilia cordata) wurde im Frühjahr 2017 auf einem Privatgrundstück am Ortseingang von Sargenroth gepflanzt. Um den Erhalt und die Pflege der Allee langfristig zu sichern, wurde zwischen den Grundstückseigentümern und der Kreisverwaltung ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Eintragung der Grunddienstbarkeit geschlossen.

Neue Zäune für die Beweidung Panzbruch

Auf der Fläche des NSG „Panzbruch“ bei Greimerath im Kreis Trier-Saarburg ist eine Auszäunung stark vernässter Stellen erforderlich, um eine dauerhafte Beweidung auch während längerer Regenperioden zu ermöglichen. Die Beweidung der dortigen Flächen ist aus landschafts- und naturschutzrechtlichen Gründen notwendig, um den Fortbestand der vorkommenden Biotoptypen zu sichern (v.a. brachgefallenes Nass- und Feuchtgrünland, brachgefallenes Magergrünland und Borstgrasrasen). Gleichzeitig wird der Artenschutz gestärkt, da das Gebiet durch die Pflege weiterhin als Habitat für beispielsweise den Braunfleckigen Perlmutterfalter, geschützte und seltene Brutvögel (z.B. Neuntöter, Braunkehlchen, Feldschwirl) und als Rastplatz für ziehende Vogelarten (z.B. Bekassine, Raubwürger) dienen kann.

Ankauf und Aufwertung von Flächen in den Kleisterts- und Stockwiesen

Der Landkreis Birkenfeld erwirbt im Natura 2000-Gebiet Hochwald, im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens, mehrere Flächen (rund 4,1 ha) in den Gemarkungen Wirschweiler und Allenbach. Diese sind in Teilen noch mit Weihnachtsbäumen bestockt. Nach Nutzung werden die Flächen durch Initialmaßnahmen als artenreiche Bergwiesen entwickelt. Die Aufwertung wird mittels Mahd und Beweidung bzw. ergänzend durch Heumulchansaat erzielt. Die dauerhafte Pflege wird durch die Bewirtschaftung durch einen Landwirt sowie in Abstimmung mit der Biotopbetreuung sichergestellt.

Stillgewässer im Rhein-Hunsrück-Kreis

Auf geeigneten feuchten Standorten im Wald sollen kleinere Tümpel als sogenannte Himmelsteiche - also ohne Anschluss an Oberflächen- oder Grundwasser - gebaggert werden. Ziel ist hierbei neben der Schaffung von Laichgewässern auch die Erhöhung der Artenvielfalt. Neben der Neuanlage von Tümpeln ist ebenfalls die Entschlammung und Reaktivierung bzw. Renaturierung von älteren Forstweihern beabsichtigt. Die älteren Stillgewässer verlieren durch die Verlandung sukzessive ihre Funktionen im Naturhaushalt. Dies soll durch Pflege- und Umbaumaßnahmen vermieden werden. Die geplante Maßnahme baut auf die von 2015 - 2017 erfolgreich durchgeführte Maßnahme „Anlage von Waldtümpeln im Rhein-Hunsrück-Kreis“ auf, innerhalb welcher über 80 Stillgewässer angelegt wurden.

Biotopvernetzung im NSG Hangbrücher bei Morbach

Im Naturschutzgebiet „Hangbrücher bei Morbach“ wurden bereits vielfältige Maßnahmen zur Renaturierung der Moorstandorte und deren Umgebung ergriffen. In diesem Projekt soll nun eine ökologische Aufwertung von bisher nicht berücksichtigten Maßnahmenflächen, durch Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt, erfolgen. Im Wald dienen Bachläufe, Wegesränder und Grünlandflächen als Vernetzungsachsen bzw. Trittsteine zwischen den Mooren. Ziel ist durch neun Teilmaßnahmen eine naturnahe Entwicklung, aktuell mit Fichten bestockter Standorte, zu standortangepasstem Laubwald bzw. bachbegleitendem Birken-Erlenwald zu initiieren. Durch die Entnahme der Fichten wird einer Versauerung der Böden und Bachläufe entgegengewirkt. Bezüglich des Grünlandes sollen einerseits Borstgrasrasenrelikte wieder reaktiviert werden und andererseits der Reichtum an heimischen Blühpflanzen erhöht werden.

MoreMoor 1.0 - Ortelsbruch / Morbach
MoreMoor 2.0 - Brücher bei Hochscheid
MoreMoor 3.0 - Krempertsbruch / Thalfang-Bäsch
Renaturierung Schwollbach in Wilzenberg
Feuchtbiotop Hennweiler

Moseltal (D43)

Starkenburger Fels – Beweidungsprojekt am Steilhang

An der Mosel gibt es nur noch wenige besonders landschaftsprägend Steillagen mit einer ganz bzw. weitgehend erhaltenen Terrassenstruktur. Unterhalb von Starkenburg findet man entsprechende Strukturen bzw. Biotopkomplexe an einem west- bis südwest- exponierten Hang (5,9 ha) der zu verbuschen droht. Mittels Erwerb der brachgefallenen Weinberge und Aufnahme einer Bewirtschaftung durch saisonale Beweidung (Ziegen) soll verhindert werden, dass weitere, für den Arten- und Biotopschutz wertvolle Flächen mit hoher lokaler aber auch überregionaler Bedeutung, verloren gehen. Im Laufe des Projektes soll sich mittels der Beweidung artenreiches Grünland etablieren.

Mittelrheingebiet mit Siebengebirge (D44)

Flächenerwerb Ahrmündung - Renaturierung

Inhalt der Maßnahme war der Erwerb einer Fläche in der Gemarkung Sinzig. In der Folge war eine Extensivierung der Bewirtschaftung (Grünland) im Sinne der Bewirtschaftungsziele des NATURA 2000-Gebietes vorgesehen. Die Betreuung erfolgte im Rahmen der Biotopbetreuung. Durch die Umsetzung der Entwicklungsmaßnahmen, die Sicherung bedeutender Grünlandbiotope und damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen geschützter Arten im Naturschutzgebiet und NATURA 2000-Gebiet „Mündungsgebiet der Ahr“ wurde die Biodiversität gefördert.

Felskuppen im NSG Nettetal in Welling

Das NSG Nettetal zwischen Plaidt und Mayen ist durch ein sehr vielfältiges Biotopmosaik mit offenen Felsfluren, Trockenwäldern und ehemals offenen Halbtrockenrasen auf silikatischen und teils auch basenreichen Standorten charakterisiert. Es gehört in der Region wie auch landesweit zu den artenreichsten Gesamtlebensräumen und stellt aufgrund seiner Lage inmitten von überwiegend ackerbaulich genutzten Landschaften eine zentrale Vernetzungsachse dar. Die früher prägenden Halbtrockenrasen an den Steilhängen sind aufgrund der Nutzungsaufgabe bis auf kleine Reste verschwunden, zahlreiche wertgebende Arten sind bereits ausgestorben.

Eifel und Vennvorland (D45)

Maßnahmenpaket "Obere Kyll - natürlich gut" - 1. Tranche

Die Verbandsgemeinde Obere Kyll im Landkreis Vulkaneifel realisiert durch die Zuwendung aus Ersatzzahlungen in den kommenden Jahren insgesamt 25 naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen in der durch Windkraftanlagen betroffenen Region. Sie sollen das ökologische Entwicklungspotential des Naturraums aufgreifen und entsprechende nachhaltige Verbesserungen bewirken. Schwerpunkte bilden beispielsweise die Entwicklung naturnaher Bachauen- und Quellwälder (Auwald), der Erhalt und die Entwicklung von Kulturlandschaftsbiotopen im Offenland (Heiden, Magerwiesen, Streuobstwiesen etc.) sowie ökologische Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Westwallanlagen.

Fledermausquartier Ahrbrück

Der NABU Landesverband Rheinland-Pfalz beantragte zur dauerhaften Sicherung eines bedeutenden Quartiers des Großen Mausohrs (Myotis myotis) Mittel aus Ersatzzahlungen. Seit mindestens 60 Jahren befindet sich im Dachboden eines Wohnhauses eine Fledermaus-Wochenstube. Die Fledermauskolonie ist eine der größten dieser Art in Deutschland und somit von bundesweiter Bedeutung. Zudem stellt das Quartier nach aktuellem Kenntnisstand das zentrale Vorkommen des Großen Mausohrs im Ahrtal bzw. des FFH-Gebietes „Ahrgebirge“ dar. Durch den Ankauf und die anschließende Sanierung des Hauses wird dieses wertvolle Fledermausquartier erhalten, aufgewertet und langfristig gesichert.

Anlage einer Biodiversitätsinsel

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung der Maßnahme „Anlage einer Biodiversitätsinsel“ in der Gemarkung Duppach. Grundlage bildet das ebenfalls im Rahmen eines Konzeptionsantrags durch Ersatzzahlungen finanzierte Pflege- und Entwicklungskonzept. Durch die Pflanzung von Strukturelementen (Feldgehölzen / Streuobstbäumen) und der Entwicklung eines blütenpflanzenreichen Magergrünlands soll der Biotopverbund verbessert werden. Durch die Pflanzung von lokalen Sorten soll die Sortenvielfalt im Bereich Streuobst erhalten und gefördert werden. Weiterhin soll der Quellbach am Rand der Fläche renaturiert und ein Uferschutzstreifen angelegt werden.

Maßnahmenpaket "Obere Kyll - natürlich gut!" - 2. Tranche

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung weiterer Maßnahmen in der VG Obere Kyll. Der Maßnahmenantrag basiert auf Grundlage des ebenfalls über Ersatzzahlungen finanzierten Konzepts, welches im Rahmen des vorangegangenen Konzeptionsantrags ausgearbeitet wurde. In den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde sollen insgesamt 10 weitere Teilprojekte umgesetzt werden. Sie sollen das ökologische Entwicklungspotential des Naturraums aufgreifen und entsprechende nachhaltige Verbesserungen mit verschiedenen Schwerpunkten (u.a. Auwaldentwicklung, Anlage Waldrefugium, Entwicklung von Trockenbiotopen) bewirken. Das Projekt ergänzt das sich derzeit in der Umsetzung befindliche Projekt „Obere Kyll – Natürlich gut!“ - 1. Tranche.

Ökologische Aufwertung des Burgweihers bei Manderscheid

Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich plant eine ökologische Aufwertung des Burgweihers der Stadt Manderscheid (0,8 ha). Im Laufe der Jahre hat sich in diesem immer mehr Material abgelagert und der Weiher verlandet zunehmend. Damit droht der Verlust eines wichtigen Habitat für Insekten, Vögel und Pflanzen. In Ergänzung einer Gewässerunterhaltungsmaßnahme soll eine Verbesserung der ökologischen Funktion durch eine Aufwertung der Struktur des Burgweihers erfolgen. Die genaue Ausgestaltung dafür notwendiger Maßnahmen soll im Rahmen des Konzeptionsantrags erfolgen.

Vernetzung von Schutzgebieten durch Eh da-Flächen

Schutzgebiete und geschützte Biotope im östlichen Teil der VG Kaisersesch, entlang des Pommerbachtals und des Brohltals sowie darüber hinaus, sollen mit Hilfe von „Eh da-Flächen“ durch Aufwertungsmaßnahmen und Schaffung von Lebensräumen vernetzt werden. Ziel ist auf diesem Wege die Biodiversität nachhaltig zu verbessern. Im Rahmen des Konzeptionsantrags sollen, auf der Grundlage einer durchgeführten Geodatenanalyse, genannte Maßnahmen ausgearbeitet werden, die einer gewünschten Vernetzung dieser Schutzgebiete / Biotope dienen.

Gutland (Bitburger Land) (D49)

Entwicklung von Streuobstwiesen in der Gemarkung Langsur

Die Streuobstbestände mit Wiesen / Weiden mittlerer Standorte sind an der Sauer charakteristische Biotopelemente mit entsprechender Artenausstattung. Das Maßnahmengebiet ist Bestandteil des prioritären Raums zur Umsetzung der Planung vernetzter Biotopsysteme (VBS) und liegt in unmittelbarem Verbund zum FFH-Gebiet „Sauer und Seitentäler“. Aufgrund der Überalterung des vorhandenen Streuobstbestand besteht Handlungsbedarf zum langfristigen Erhalt (Revitalisierungsschnitte) der hochwertigen Biotopelemente sowie entsprechender Neuschaffung (Neupflanzungen) zum Fortbestand dieser. Bei einer Nichtdurchführung der Maßnahme wird der Streuobstbestand in den kommenden Jahren vollständig zusammenbrechen und damit ein Qualitätsverlust sowie langfristig ein Komplettverlust für die biotopgebundenen Arten einhergehen. Durch die Maßnahme erfolgt eine produktionsintegrierte Stärkung und Aufwertung der Fläche innerhalb des Biotopverbundes sowie des Landschaftsbildes.

Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet (D50)

Flächenerwerb im NSG Battweiler Höhe

Die Kreisverwaltung Südwestpfalz beantragte den Ankauf eines Grundstücks im Naturschutzgebiet „Battweiler Höhe“, dessen Schutzzweck insbesondere die Wiederherstellung und der Erhalt von Kalkmagerrasen ist. Durch den Ankauf der Parzelle kann künftig durch eine Umnutzung auf dem flachgründigen Kalkboden Kalkmagerrasen entwickelt werden und so dessen Flächenanteil deutlich erweitert werden. Ähnliche Maßnahmen auf anderen Flächen zeigten bereits ihre Wirksamkeit zur Erreichung der Entwicklungsziele.

Flächenerwerb im NSG Battweiler Höhe II

Nach einer ersten Finanzierung eines Flächenerwerbs im Naturschutzgebiet Battweiler Höhe im Jahr 2017 bestand die Möglichkeit eine weitere Fläche innerhalb des NSG zu erwerben. Der Erwerb der Fläche innerhalb des nur 22 ha großen NSGs ist von hoher Bedeutung, da im Umkreis eine ackerbauliche Nutzung überwiegt und somit eine Erweiterung der wertvollen Kalkmagerrasen mit seltener Flora und Fauna möglich ist. Die naturschutzfachliche Aufwertung, Pflege und Entwicklung der Fläche werden über den Kauf zugunsten des Landes und der Biotopbetreuung langfristig sichergestellt.

Flächenerwerb und Neuanlage eines Amphibiengewässers im Martelbachtal

Im Rahmen des Projekts, welches im Martelbachtal in der Gemarkung Hilst stattfindet, werden zwei Flächen erworben (Gesamtgröße ca. 0,3 ha), die im FFH- und VSG-Gebiet „Pfälzer Wald“ liegen. Die größtenteils brach liegenden Flächen liegen in einer Talaue, die temporär vom Martelbach durchflossen wird. Grundwasser steht hoch an. Durch eine jährlich durchzuführende einschürige Mahd sollen die Flächen zu artenreichen Nasswiesen entwickelt werden. Ebenfalls soll auf den Flächen ein Gewässer mit einer Grundfläche von ca. 150 qm neu angelegt werden, um als Lebensraum die Entwicklung von Amphibien- und Libellenpopulationen zu fördern.

Flächenerwerb im NSG „Auf der Pottschütthöhe“ und Freistellen verbuschter Bereiche

Im Rahmen des Projekts wird eine Fläche (0,95 ha) erworben, die sowohl im Naturschutzgebiet „Auf der Pottschütthöhe“ als auch im FFH-Gebiet „Zweibrücker Land“ liegt. Auf dem bereits größtenteils verbuschten und der weiteren Sukzession unterliegenden Flurstück soll durch manuelle Gehölzentnahme die Fläche der Mesobrometum-Relikte wieder vergrößert werden. Dies soll durch die anschließende Einbindung der Fläche in die bereits existierende Schafbeweidung im Rahmen der NSG-Pflege geschehen. Der Flächenerwerb sichert den in der RVO des Naturschutzgebiets bestimmten Schutzzweck, indem Kalkmagerrasen wiederhergestellt und durch den Erwerb folglich langfristig erhalten werden kann.

Waldrefugium Maßweiler/Reifenberg

Auf ca. 10 ha in den Gemarkungen Maßweiler sowie Reifenberg befinden sich hängige Waldbestände, die in einer Schlucht vom pauschal geschützten „Heilbach“ durchflossen werden. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt beherbergen die Waldflächen eine unterschiedliche Altersstruktur mit Buchen- und Eichendominanz. Über 100-jährige Eichen und Rotbuchen haben eine hohe Bedeutung als Biotopbäume. Dazu kommen noch jüngere Bestände dieser Bäume mit Entwicklungspotential. Hier soll ein Waldrefugium eingerichtet werden, in dem jegliche forstliche Nutzung aufgegeben wird, sodass sich Bäume und andere Biotoptypen ungestört weiterentwickeln können. Zukünftig sollen Verjüngungs-, Initial-, Optimal-, Terminal- und Zerfallsphasen nebeneinander existieren und dadurch eine hohe Arten- und Biotoptypendiversität garantieren.

Waldrefugium Höhmühlbach

In der Gemarkung Höhmühlbach im sog. „Mörlestalwald“ befindet sich auf ca. 7 ha ein Mischwald mit Traubeneichen-, Hainbuchen- und Kirschdominanz. Südlich des Waldes verläuft der Aschbach als nach § 30 BNatSchG geschützter Quellbach. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt beherbergen die Waldflächen eine unterschiedliche Altersstruktur. Über 120- jährige Traubeneichen und Hainbuchen haben eine hohe Bedeutung als Biotopbäume. Dazu kommen noch jüngere Bestände dieser Bäume mit Entwicklungspotential. Hier wird ein Waldrefugium eingerichtet, in dem jegliche forstliche Nutzung aufgegeben wird, sodass sich Bäume und andere Biotoptypen ungestört weiterentwickeln können. Zukünftig sollen Verjüngungs-, Initial-, Optimal-, Terminal- und Zerfallsphasen nebeneinander existieren und dadurch eine hohe Arten- und Biotoptypendiversität garantieren. 

Pfälzer Wald (Haardtgebirge) (D51)

Neue Zäune für die Beweidung im Schwarzbachtal

Um die Vereinbarkeit der Ziele zwischen Naturschutz und Tierhaltung zu fördern, soll bei einer bestehenden Beweidung der Zaunbau verbessert und das Risiko einer Tötung der Nutztiere durch Wildtiere vermindert werden. Dies soll dazu beitragen, die Beweidung zu sichern. Damit soll der Erhalt der Offenlandbiotope im Schwarzbachtal ermöglicht werden. Für den Umbau der Einzäunung der Weideflächen sind zusätzliche Zauntrassen freizustellen. Für die zusätzliche Sicherheit werden u. a. weitere Zaunpfähle gekauft, imprägniert und mit Isolatoren für die Elektrifizierung versehen.

Unterstützung für die Beweidung im NSG Königsbruch

Das Naturschutzgebiet Königsbruch liegt im Biosphärenreservat Pfälzerwald Nordvogesen und gehört als FFH-Gebiet und VSG zum europäischen Schutzgebietsnetz „NATURA 2000". Die Flächen sind komplett im Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. In dem Gebiet breiten sich sowohl die Kanadische Goldrute als auch Gehölze massiv aus. Die Fläche würde sich zu einem Sukzessionswald mit Verlust wertgebender Arten des Feuchtgrünlandes entwickeln. Die für den Königsbruch wertbestimmende Biodiversität kann durch eine Erweiterung der extensiven Beweidung mittels Hinzunahme von Ziegen auf 60 ha erhalten und gefördert werden.  Um dies zu ermöglichen, bekommt der Kreis eine Zuwendung aus Mitteln der Ersatzzahlungen, die zum Kauf eines mobilen Elektrozauns dient.

Offenhaltungsmaßnahmen in Waldhambach

Ein ehemals als Acker- und Weinbergfläche genutzter südexponierter Hang in Waldhambach unterliegt seit Jahren der Sukzession, sodass große Teile bereits verbuscht sind. Die ehemals trockenwarmen Standorte mit Magerwiesen und Gebüschen (insbesondere Steinweichsel, Liguster und Feldahorn) drohen ganz zu verschwinden. Eine Konzeptionserstellung und die daraus folgenden Maßnahmen sollen zu einer Aufwertung und Wiederherstellung der Elemente dieses wärmebegünstigten Standorts führen. Außerdem sollen Maßnahmen zur Förderung von Brutvögeln des Halb-Offenlandes und des Waldrandes (z. B. Neuntöter, Grasmücken, Nachtigall, Spechte) dienen. Weiterhin werden licht- und wärmeliebende Arten, wie Schmetterlinge, Heuschrecken oder Wildbienen gefördert, die zwischenzeitlich an dem Hang nicht mehr vorkommen.

Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (D52)

Beweidung Stolzenberger Hang

In Zusammenarbeit mit dem NABU plante die Kreisverwaltung Donnersbergkreis seit 2012 eine extensive Beweidung am Stolzenberger Hang zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt trocken-warmer Lebensräume. Durch die Beweidung durch Taurusrinder und Pferde (Konik) soll die fortschreitende Verbuschung des ehemaligen Weinberggeländes und der verbliebenen Trockenrasen verhindert und eine Aufwertung der Flächen erreicht werden. Eine erste Projektförderung mit Mitteln aus Ersatzzahlungen geschah im Jahr 2012 durch das Umweltministerium. Im Verlauf des Projekts zeigte sich, dass die Maßnahmekosten höher ausfallen als geplant, sodass das Projekt nur weiter bestehen kann, wenn zusätzliche Mittel bewilligt werden. Daher wurde eine Folgebewilligung ausgesprochen. 

Biotopverbund Trauntal

Der Landkreis Birkenfeld trägt dazu bei, dass die Zielvorstellungen des Naturschutzes für einen Biotopverbund im „Naturpark Rhein-Hunsrück / Landschaftsschutzgebiet Hochwald“ umgesetzt werden. Durch den Ankauf von Flächen (ca. 40 ha), im Rahmen des Waldflurbereinigungsverfahrens Trauntal, wird eine Erhöhung des Alt- und Totholzes (gemäß BAT-Konzept) sowie die Schaffung von lichten Wäldern zur Förderung entsprechender Arten möglich. In Abstimmung mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde wurden im Verfahren, dem § 7 LNatSchG konforme, zusätzliche Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft entwickelt. Die Suchräume der Maßnahmen liegen im Bereich der „Westlichen Idarvorberge“ und sind ein Bestandteil der „Planung Vernetzter Biotopsysteme“. Im ersten Schritt wird versucht innerhalb dieser Räume geeignete Flächen zu erwerben. Im Anschluss wird der Maßnahmenumfang und die damit verbundenen Kosten auf die verbindliche Flächengröße angepasst bzw. aktualisiert. Die dauerhafte Bewirtschaftung der Niederwaldflächen soll über ein zu erarbeitendes Nutzungskonzept für Niederwaldflächen erfolgen.

Entwicklung von artenreichem Grünland, Störzelberg und Altwiesen

Im Rahmen eines Bodenordnungsverfahrens können in jeweils zwei Bereichen Grünlandflächen erworben und zusammengelegt werden. Dies bildet die Grundlage, um das Ziel der Entwicklung von struktur- und artenreichen Magerwiesenbiotopen zu erreichen. Typische wertgebende Pflanzenarten – insbesondere Orchideen – sowie Insekten wie etwa Tagfalter sollen dadurch in ihrem Bestand gestärkt und gefördert werden. Dazu sollen als Erstpflege Entbuschungsmaßnahmen sowie Mulchen und teilweise Mahdgutübertragung durchgeführt werden. In der Folge werden die Flächen extensiv gemäht sowie in Teilen periodisch gemulcht und Altgrasstreifen gefördert.

Biotopacker Dickesbach
Erweiterung des Staudernheimer Hangs
Amphibienquartier Dannenfelser Mühle

Bei Dannenfels am Donnersberg befindet sich an der sog. Dannenfelser Mühle ein fischereiwirtschaftlich genutzter Teich, der gleichzeitig als Anziehungspunkt für Amphibien fungiert, die diesen als Laichgewässer nutzen. Um zu dem Gewässer zu gelangen, müssen die Amphibien jedoch die Landesstraße L398 bzw. eine schwer überwindbare Bordsteinkante überqueren, sodass viele Amphibien überfahren werden bzw. in die Gullys zur Straßenentwässerung fallen. Im Rahmen des beantragten Projekts eröffnet sich die Möglichkeit auf der Seite der Straße, von der die Amphibien in Richtung Fischteich wandern, ein „Ausweichgewässer“ anzulegen, sodass keine Straßenüberquerung mehr nötig ist und dadurch erhebliche Individuenverluste vermieden werden können. Auf einem Flurstück soll in einem feuchten Bereich mit hoch anstehendem Grundwasser eine Geländevertiefung von ca. 1.000 m³ Volumen und 600 m² Fläche als Teich mit verschiedenen Tiefenzonen angelegt werden, welcher durch Druckwasser und Wasser des benachbarten Gerbachs gespeist wird. 

Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland (D53)

Biotopkomplex im Bodenordnungsverfahren Ensheim IV

Die Kreisverwaltung Alzey-Worms beantragte für das Flurbereinigungsverfahren Ensheim IV landespflegerische Aufwertungsmaßnahmen. Vorhandene Gehölzflächen sollen bestehen bleiben, eine fortschreitende Verbuschung auf artenschutzfachlich hochwertigen Grünlandflächen zurückgedrängt werden. Ehemalige Weinbergflächen sind weiter auszuhagern, um die Wiederherstellung ursprünglicher Pflanzengesellschaften zu fördern.

Amphibiengewässer in den Marlachwiesen

Das Naturschutzgebiet Marlachwiesen zeichnet sich durch weite und offene Feuchtgrünlandbereiche aus. Durch die Finanzierung eines Flächenankaufs und von Maßnahmen zur Entwicklung von Amphibiengewässern und Gehölz- und Grünlandstrukturen wird die wertgebende Struktur des NSG weiterentwickelt und aufgewertet. Dadurch, dass die umliegenden geschützten Flächen extensiv bewirtschaftet werden, ermöglicht die Maßnahme die Vergrößerung des naturschutzfachlich wertvollen Bereichs. Zur Erreichung der Ziele werden die auf den Flächen befindlichen baulichen Anlagen zurückgebaut, die Teiche in Amphibiengewässer umgewandelt und die Gewässer- und Grünlandstrukturen in Stand gesetzt.

Beweidung GLB Sybillenstein

Im Geschützten Landschaftsbestandteil „Weinbergsbrache Windberg / Sybillenstein“ (ca. 4 ha) in der Gemarkung Alzey-Weinheim soll eine Beweidung (Ziegen und Schafe) etabliert werden. Ziel ist die Erhaltung und Entwicklung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit von wärmeliebenden Gebüschen und wiesenartigen Beständen der Rebbrache in Südexposition. Damit einhergehend soll eine dauerhafte Aufwertung des Landschaftsbildes durch den Erhalt des belebenden Elements, in der weitgehend ausgeräumten Kulturlandschaft Rheinhessens sowie eine Sicherstellung der Lebensstätten der typischen Tier- und Pflanzenarten erfolgen.

Herstellung der Längsdurchgängigkeit der Pfrimm; Rückbau Wehr Wiesenmühle

Das Projekt „Herstellung der Längsdurchgängigkeit der Pfrimm; Rückbau Wehr Wiesenmühle“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die ökologische Durchgängigkeit der Pfrimm ist durch das letzte bestehende Stauwehr der Wiesenmühle unterbrochen. Die Wassertiefen im Unterwasser des Wehres sind zu gering um eine Durchwanderbarkeit der Leitfischarten (Leitfischart Barbe) zu gewährleisten. Durch den ökologischen Umbau des Wehres soll eine vollständige Längsdurchgängigkeit des Gewässers für Fische und Makrozoobenthos hergestellt werden.

Renaturierung des Nordelsheimer Baches in der Gemarkung Undenheim, Teil II

Das Projekt „Renaturierung des Nordelsheimer Baches in der Gemarkung Undenheim, Teil II“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz wird einen Gewässerabschnitt des Nordelsheimer Baches (Gewässer III. Ordnung / Gesamtlänge ca. 1 km / 5 Ausbauabschnitte / Gemarkung Undenheim) bis zu einem östlich gelegenen, vorhandenen Biotop (nach § 30 BNatSchG) naturnah ausbauen. Ziel ist es dabei Grundlagen zur Eigenentwicklung und Revitalisierung des Gewässers zu schaffen. Im Rahmen der Renaturierung soll das Gewässerbett, zur Herstellung von Rückhaltevolumen und artenreichen neuen Lebensräumen, aufgeweitet und naturnah umgestaltet werden. Damit einhergehend erfolgt eine Revitalisierung des Gewässers sowie Entwicklung und Schaffung neuer Lebensräume. Das Gewässer sowie die angrenzenden Flächen werden durch die Maßnahmen in einen dauerhaft höherwertigen Zustand gebracht.

Erweiterung NSG Rosengarten Gundersheim

Das Naturschutzgebiet (NSG) Kalksteinbrüche Rosengarten gehört zu den besonders artenreichen Schutzgebieten im Landkreis Alzey-Worms. Durch Flächenankauf einer angrenzenden Ackerfläche (ca. 3 ha) wird das Naturschutzgebiet nach Nordosten erweitert und damit der Biotopverbund zum Vogelschutzgebiet „Höllenbrand“ gestärkt. Die Fläche wird in den nächsten 4 Jahren von einer Intensivackerfläche in Dauergrünland umgewandelt. Dabei wird der oberflächennah anstehende Kalkstein freigestellt. Dies soll dazu führen, dass sich geschützte Arten aus dem NSG Rosengarten auf der Fläche etablieren. Die Entwicklung des Gebietes soll über eine anschließende 11-jährige Pflege so weit vorangetrieben werden, dass es nach Ablauf des Projektes in das bestehende Naturschutzgebiet eingegliedert werden kann.

Anlage von artenreichem Grün als Wildbienensäume

Der Ausgangszustand zweier Flächen (Acker bzw. Landschaftsrasen) im Außengebiet der Stadt Ludwigshafen lässt Potentiale für den Naturschutz ungenutzt. Beide Flächen – ein bereits vorhandener Ackerstreifen bzw. eine Wiesenfläche – sollen umgebrochen und mit angepasstem autochthonem Saatgut angesät werden. Dadurch wird Lebensraum für hochwertige Gräser, Stauden sowie annuelle Pflanzen und darauf folgend auch Insekten geschaffen. Eine an die neue Einsaat angepasste Mahd (1-2 mal im Jahr) trägt zur Entwicklung der Flächen im Sinne des Naturschutzes bei.

Aufwertung der Lösswände nördlich von Arzheim

An zwei Straßen und innerhalb der landwirtschaftlichen Nutzflächen zwischen Arzheim und Landau haben sich – stellenweise auch fragmentarisch – Hohlwege erhalten, die größtenteils bereits mir krautigen sowie auch verholzenden Pflanzen überwachsen sind. Insbesondere im Bereich der "Wüstung Serlingen" kommen mehrere Hohlwege kreuzförmig zusammen. Darüber hinaus befindet sich in der ehemaligen Tongrube eine teilweise schon stark verbuschte Lösssteilwand. Die geplanten Maßnahmen zur Aufwertung der Hohlwege und Lösswände umfassen die Entbuschung und Instandsetzung, die Pflege der Gehölze oberhalb der Wände als Erosionsschutz, die Schaffung von Rohbodenbereichen am Fuß der Lösswände sowie in Phase II die folgende Entwicklungs- und Erhaltungspflege. Durch die geplanten Maßnahmen kann die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Lösswände und Hohlwege wiederhergestellt werden.

Entwicklung von Halboffenlandstrukturen in LD-Mörzheim

Auf zwei Grundstücke in Landau-Mörzheim im Eigentum der NVS-Stiftung soll eine Halboffenlandstruktur geschaffen werden. Auf dem schmaleren der beiden Grundstücke soll ein ca. 120 m langer Streifen von Gehölzen befreit werden, um eine geschützte, sonnenexponierte Offenlandfläche zu erhalten. Dies soll auch bei dem größeren Grundstück geschehen. Außerdem soll im Inneren der Fläche über die Öffnung einer 3 m breiten Schneise im Gehölzsaum ein Zugang zur Innenfläche geschaffen werden. Durch diese Schneise entsteht eine zusätzliche Grenzfläche zwischen vertikaler Gehölzstruktur und offener Krautschicht. In der Innenfläche werden wiederum Gehölze entfernt, um eine geschützte und abwechslungsreiche Halboffenlandstruktur herzustellen.

Grunderwerb im NSG Saukopf

Auf zwei ehemalig ackerbaulich genutzten Flächen befindet sich momentan noch verbrachtes Grünland mit Verbuschungstendenzen. Nach Ankauf im Rahmen des Projekts soll sich auf den Flächen eine Verzahnung von Kalk-Magerrasen mit Heckenstrukturen und Säumen entwickeln. Die auf benachbarten Flächen bereits vorkommenden geschützten Pflanzenarten, wie z.B. die Türkenbuntlilie oder die Küchenschelle, sollen sich auch auf den anzukaufenden Flächen ausbreiten. Dazu sind Mulch- und Mahdmaßnahmen sowie die Entnahme und Zurückdrängen von Stockausschlägen von Schlehe oder Hartriegel vorgesehen.

Eselbeweidung Höllenberg

Das ehemals als Weinberg genutzte Gebiet "Höllenberg" im FFH-Gebiet „Kalkmagerrasen zwischen Ebertsheim und Grünstadt“ verbuscht und verwaldet immer weiter, sodass die Eignung der Flächen für wärmeliebende Pflanzen und Tiere weiter abnimmt. In der Vergangenheit wurden hier bereits u.a. außergewöhnlich viele seltene Hymenopteren nachgewiesen. Zur Wiederherstellung und Sicherung der wertgebenden Biotoptypen (Kalkmagerrasen, xerotherme Gebüschvegetation) und der damit verbunden Erhöhung der Vielfalt wärmeliebender Pflanzen- und Tierarten ist somit eine Entbuschung und Offenhaltung des Gebiets erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem NABU soll eine Eselbeweidung über 15 Jahre etabliert werden.

Halboffenlandstruktur erhalten und fördern bei Zeiskam

Auf drei Grundstücken der Gemarkung Zeiskam sollen Halboffenlandstrukturen entwickelt werden, um für an diesen Biotoptyp angewiesene Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten zu können. Zwei Grundstücke sind aktuell größtenteils verbuscht bzw. mit mittelgroßen Bäumen bestanden. Ein Grundstück, welches sich zwischen den beiden vorgenannten befindet, weist zwar noch teilweise Halboffenlandcharakter auf, unterliegt jedoch auch einer zunehmenden Verbuschung. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt werden sowie Bäume entfernt und wiederkehrende Mäharbeiten zur Offenhaltung erfolgen.

Aufwertung des Großfischlinger Feuchtgebiets

Das Großfischlinger Feuchtgebiet liegt im FFH-Gebiet „Modenbachniederung“, im VSG-Gebiet „Speyerer Wald,Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen“ sowie im Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Modenbachtal“ und stellt ein Teich- und Tümpelsystem dar, welches in der Vergangenheit Lebensraum bot für eine Vielzahl von an Feuchtgebiete gebundene Vogelarten. Eine seit Jahren fortschreitende Verbuschung der Fläche hat die wertgebenden Biotope jedoch seitdem vermindert. Auf ca. 3 ha sollen daher Sträucher und Bäume entnommen und zurückgedrängt werden, um den ehemaligen Offenlandcharakter des Feuchtgebiets wiederherzustellen.

Entwicklung eines Uferstaudensaums an den Hochstadter Teichen

Auf vier Grundstücken in der Queichaue bei Hochstadt (ca. 1,9 ha) sollen Maßnahmen zur Reduzierung und Verdrängung der Goldrutenbestände sowie der Strauchweiden entlang von Teichufern durchgeführt werden. Die sich auf den Flächen befindlichen sog. „Hochstadter Teiche“ befinden sich sowohl im Vogelschutzgebiet „Offenbacher Wald, Bellheimer Wald und Queichwiesen“ als auch im FFH-Gebiet „Bellheimer Wald mit Queichtal“. Die Goldrutenbestände entlang der Teichufer bilden stabile, sich ausbreitende Bestände. Aufgrund ihrer Ausbreitung über Wurzelausläufer und unterirdische Sprosse sind sie sehr konkurrenzstark und überwachsen in frischen bis wechselfeuchten Bereichen artenreiche Staudensäume. Insbesondere Schilf- und Röhrichtbestände als Brut- und Nahrungsgebiet für Vögel sind dadurch gefährdet und können nun durch die geplanten Maßnahmen wieder gefördert werden.

Gewässerfreistellung Kiesgrube Schweighofen

Auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube in Schweighofen befindet sich ein Weiher, der hauptsächlich mit Robinien und Brombeeren umwachsen ist. Die NVS-Stiftung beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung von Maßnahmen zur Entfernung standortfremder Gehölze, um die Beschattung des Weihers zurückzunehmen. Dadurch wird eine ausreichende Besonnung gewährleistet, um die Larvenentwicklung ektothermer Tiere zu fördern. Außerdem wird eine Eutrophierung des Gewässers verhindert, wenn die organischen Einträge durch Laubfall unterbunden werden.  Das Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet „Bienwald“, dessen Schutzzweck die Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Bienwalds u.a. mit seinen stehenden Gewässern ist.

Sanierung von Hohlwegen und weiteren Lössstrukturen

Im südpfälzischen Raum soll für drei Bereiche (Hochstadt, Heuchelheim, Freckenfeld) eine Konzeption zur Aufwertung von Lössstrukturen erfolgen. Im Vordergrund der Konzepterstellung stehen Auflichtungs- und Freistellungsmaßnahmen der sonnenexponierten Steilwände und der Sohlen. Zur Steigerung des faunistischen Potentials tragen geeignete Nahrungshabitate in der Umgebung bei, die geplant und entwickelt werden sollen. Maßnahmenvorschläge für ein langfristiges Pflegekonzept zur Verhinderung einer neuerlichen Wertminderung sollen ebenfalls entwickelt werden. Es ist geplant die Maßnahmen so schonend wie möglich durchzuführen, um das gewachsene Profil der Hohlwege nur minimal zu verändern. Bereits vorhandene wertvolle Bereiche (z.B. bekannte Brutplätze von Zielarten) sollen nicht beeinträchtigt werden, um auch zukünftig noch attraktive Strukturen sein zu können.

Aufwertung und Erhaltung des Feuchtgebiets und VSG 6616-402 Kaltenbachbruch

Im Landschaftsschutzgebiet Kaltenbachbruch - Teil des Vogelschutzgebiets Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen -  sollen Maßnahmen zur Aufwertung von Feuchtgebietslebensräumen geplant werden. Ziel der Konzeption ist die Erarbeitung eines natur- und artenschutzfachlichen Entwicklungskonzeptes. Zur Einschätzung des Entwicklungspotentials des Kaltenbachbruches werden die Nahrungshabitate und die Brutvorkommen von Brutvögeln innerhalb des Gebiets und der näheren Umgebung ermittelt. Hauptsächlich werden Maßnahmen zur Entbuschung bzw. Freistellung von Strukturen geplant, um den Schilf- und Seggenflächen Raum zur Ausbreitung zu schaffen bzw. die für den Kaltenbachbruch typische halboffene Struktur zu fördern.

Amphibienschutzmaßnahmen im Stadtgebiet Worms