Mittel aus Ersatzzahlungen stehen für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in jenem Naturraum zur Verfügung, in dem der entsprechende Eingriff stattgefunden hat. Im Folgenden sehen Sie die Kurzbeschreibungen aller seit In-Kraft-Treten der neuen Rechtslage nach dem LNatSchG bewilligten Maßnahmen aus Ersatzzahlungen aufgeteilt pro Naturraum. Für weitere Informationen zu den Projekten (z. B. Lage oder Laufzeit) klicken Sie bitte auf das entsprechende Bild. Sie werden daraufhin zur Verortung des Projekts im Landschaftsinformationssystem (LANIS) weitergeleitet. Dort können Sie weitere Informationen abfragen sowie Berichte zu den Projekten herunterladen.

Westerwald (D39)

Kleinstgewässer Montabaurer Höhe

Mit der Maßnahme sollen Kleinstgewässer renaturiert und neu angelegt werden, um stillwassergebundene Tier- und Pflanzenarten zu fördern. Alle Neuanlagen sollen flache Ufer und große Flachwasserzonen aufweisen. Bestehende größere Gewässer sollen von Baumbewuchs freigestellt und entschlammt werden. Nach 10 Jahren ist eine Folgepflege vorgesehen. Neben direktem Lebensraum für Pflanzen und Tiere stellen die neuen Kleinstgewässer im Wald auch wichtige Wildtränken für Rothirsch, Wildkatze und andere Wildtierarten dar. Zudem können die Tümpel zur Wasserrückhaltung in der Fläche beitragen. Im Rahmen von zwei Bachelorarbeiten an der Universität Koblenz-Landau wird die Artenzusammensetzung der renaturierten und neu angelegten Gewässer untersucht und somit die Effizienz der Maßnahme validiert. Geplant und koordiniert wird die Maßnahme von der Willi und Liselotte Masgeik-Stiftung aus Molsberg in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Oberen Wasserbehörde und dem Forstamt Neuhäusel.

Erweiterung Bonefelder Heide

Durch die von der Kreisverwaltung Neuwied geplante Maßnahme sollen die Relikte der früher im vorderen Westerwald verbreiteten Heidelandschaft gesichert werden. Durch die Beweidung mit Heidschnucken soll der Offenlandcharakter des Biotops hergestellt, gepflegt und langfristig sichergestellt werden. Die Maßnahme wirkt in Ergänzung zu der bereits bestehenden Beweidung auf der Bonefelder Heide, die erfolgreich vom NABU Rengsdorf betreut wird und bereits gute Ergebnisse erzielen konnte. 

Ankauf Westerwälder Seenplatte

Die Einzigartigkeit der Westerwälder Seenplatte liegt in der jahrhundertealten Teichlandschaft mehrerer miteinander verbundener Weiher. Diese zeichnen sich durch weite Flachuferbereiche aus. Bestimmte Arten sind an diesen seltenen und im nördlichen Rheinland-Pfalz einzigartigen Lebensraum gebundenen, insbesondere Schlammlingsgesellschaften, Wasservögel und Durchzügler. Für den langfristigen Fortbestand der landschaftsbestimmenden Seenplatte mit ihrem herausragenden naturschutzfachlichen Stellenwert werden die Flächen angekauft und unter natur- und gewässerschutzfachlichen Aspekten entwickelt und verbessert.

Taunus (D41)

Beseitigung von Wehranlagen im Mühlbachtal Bergnassau-Scheuern

Das Projekt „Beseitigung von Wehranlagen im Mühlbachtal Bergnassau-Scheuern“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die zum Abriss angedachten Wehre im Bereich der Minor- und Langauer Mühle in der Gemarkung Bergnassau-Scheuern im Rhein-Lahn-Kreis unterbrechen die Durchgängigkeit des Mühlbaches, Gewässer II. Ordnung, vollkommen und führen jeweils zu einem fließgewässeruntypischen, ober-wasserseitigen Staubereich mit Stillgewässercharakter. Mit dem Rückbau der Wehre verbessert sich der Zustand des Mühlbaches auf einer beträchtlichen Gewässerstrecke, da der Rhein-Lahn-Kreis im Unterlauf des Mühlbaches weitere Wehre bereits selbst umgebaut bzw. deren Umbau veranlasst hat. Beim Mühlbach handelt es sich zudem um ein Projektgewässer des rheinland-pfälzischen Lachswiederansiedlungsprogramms mit einem fließgewässertypischen Fischbestand. Neben Bachforelle und Schmerle sind insbesondere die FFH-Arten Lachs und Groppe zu nennen.

Hunsrück (D42)

Anlage von Waldtümpeln im Rhein-Hunsrück-Kreis

Der Rhein-Hunsrück Kreis ist von Natur aus arm an Stillgewässern. Diese sind Lebensraum vieler Insekten (u. a. Amphibien, Libellen, Wanzen, Stein- und Köcherfliegen, Käfern usw.). Diese Tiere stellen wiederum Nahrung für andere Tiergruppen wie Fledermäuse und Vögel dar. Stillgewässer sind zudem wichtige Lebensraumausstattungen (Tränken) für viele Tierarten und tragen zusätzlich zur Wasserrückhaltung bei. Die Maßnahme beinhaltet die Anlage mehrerer Tümpel als sogenannte Himmelsteiche – ohne Anschluss an Oberflächen - oder Grundwasser – an geeigneten Standorten im Wald. Mit jeweils einer Größe von 35 bis 70 qm und einer Tiefe von mindestens 1,50 m soll gewährleistet werden, dass die Tümpel auch im Winter nicht vollständig zufrieren.

Neuanlage Lindenreihe Sargenroth

Zur Aufwertung des Landschaftsbildes beantragte die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis Mittel aus Ersatzzahlungen für die Neuanlage einer Lindenreihe in Sargenroth, die zu einer Verlängerung einer bereits bestehenden Baumreihe führte. Die Baumreihe mit 25 Winterlinden (Tilia cordata) wurde im Frühjahr 2017 auf einem Privatgrundstück am Ortseingang von Sargenroth gepflanzt. Um den Erhalt und die Pflege der Allee langfristig zu sichern, wurde zwischen den Grundstückseigentümern und der Kreisverwaltung ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Eintragung der Grunddienstbarkeit geschlossen.

Neue Zäune für die Beweidung Panzbruch

Auf der Fläche des NSG „Panzbruch“ bei Greimerath im Kreis Trier-Saarburg ist eine Auszäunung stark vernässter Stellen erforderlich, um eine dauerhafte Beweidung auch während längerer Regenperioden zu ermöglichen. Die Beweidung der dortigen Flächen ist aus landschafts- und naturschutzrechtlichen Gründen notwendig, um den Fortbestand der vorkommenden Biotoptypen zu sichern (v.a. brachgefallenes Nass- und Feuchtgrünland, brachgefallenes Magergrünland und Borstgrasrasen). Gleichzeitig wird der Artenschutz gestärkt, da das Gebiet durch die Pflege weiterhin als Habitat für beispielsweise den Braunfleckigen Perlmutterfalter, geschützte und seltene Brutvögel (z.B. Neuntöter, Braunkehlchen, Feldschwirl) und als Rastplatz für ziehende Vogelarten (z.B. Bekassine, Raubwürger) dienen kann.

Ankauf und Aufwertung von Flächen in den Kleisterts- und Stockwiesen

Der Landkreis Birkenfeld erwirbt im Natura 2000-Gebiet Hochwald, im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens, mehrere Flächen (rund 4,1 ha) in den Gemarkungen Wirschweiler und Allenbach. Diese sind in Teilen noch mit Weihnachtsbäumen bestockt. Nach Nutzung werden die Flächen durch Initialmaßnahmen als artenreiche Bergwiesen entwickelt. Die Aufwertung wird mittels Mahd und Beweidung bzw. ergänzend durch Heumulchansaat erzielt. Die dauerhafte Pflege wird durch die Bewirtschaftung durch einen Landwirt sowie in Abstimmung mit der Biotopbetreuung sichergestellt.

Stillgewässer im Rhein-Hunsrück-Kreis

Auf geeigneten feuchten Standorten im Wald sollen kleinere Tümpel als sogenannte Himmelsteiche - also ohne Anschluss an Oberflächen- oder Grundwasser - gebaggert werden. Ziel ist hierbei neben der Schaffung von Laichgewässern auch die Erhöhung der Artenvielfalt. Neben der Neuanlage von Tümpeln ist ebenfalls die Entschlammung und Reaktivierung bzw. Renaturierung von älteren Forstweihern beabsichtigt. Die älteren Stillgewässer verlieren durch die Verlandung sukzessive ihre Funktionen im Naturhaushalt. Dies soll durch Pflege- und Umbaumaßnahmen vermieden werden. Die geplante Maßnahme baut auf die von 2015 - 2017 erfolgreich durchgeführte Maßnahme „Anlage von Waldtümpeln im Rhein-Hunsrück-Kreis“ auf, innerhalb welcher über 80 Stillgewässer angelegt wurden.

Renaturierung Wellersbruch

Auf einem Moorstandort ("Wellersbruch") von ca. 2,25 ha sollen standortfremde Fichten entnommen, Gräben verschlossen und standortgerechte Baumarten gepflanzt werden werden, um auf diesem Wege die Entwicklung eines naturnahen Moorbirken-Erlen-Buchwald zu initiieren und zu begleiten. Ziel ist es dabei den Wasserhaushalt durch eine Wiedervernässung der Fläche zu verbessern, das Vorkommen von Torfmoosen zu fördern und fortwährend das Aufkommen von Fichten zu verringern.

Biotopvernetzung im NSG Hangbrücher bei Morbach

Im Naturschutzgebiet „Hangbrücher bei Morbach“ wurden bereits vielfältige Maßnahmen zur Renaturierung der Moorstandorte und deren Umgebung ergriffen. In diesem Projekt soll nun eine ökologische Aufwertung von bisher nicht berücksichtigten Maßnahmenflächen, durch Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt, erfolgen. Im Wald dienen Bachläufe, Wegesränder und Grünlandflächen als Vernetzungsachsen bzw. Trittsteine zwischen den Mooren. Ziel ist durch neun Teilmaßnahmen eine naturnahe Entwicklung, aktuell mit Fichten bestockter Standorte, zu standortangepasstem Laubwald bzw. bachbegleitendem Birken-Erlenwald zu initiieren. Durch die Entnahme der Fichten wird einer Versauerung der Böden und Bachläufe entgegengewirkt. Bezüglich des Grünlandes sollen einerseits Borstgrasrasenrelikte wieder reaktiviert werden und andererseits der Reichtum an heimischen Blühpflanzen erhöht werden.

MoreMoor 1.0 - Ortelsbruch / Morbach

Im Zuge einer vorangegangenen Konzeption wurde durch ein Planungsbüro ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung des Ortelsbruchsystems, in Anlehnung an den Entwurf des Managementplans zum FFH Gebiet „Idarwald“, der Landschaftsplanung und unter Berücksichtigung des Naturschutzgroßprojektes „Bänder des Lebens im Hunsrück“, erstellt. Unter Durchführung einer Bestandskartierung, der Ermittlung abiotischer Grundlagen, der Bewertung des Waldbestands und dessen Entwicklungsziele wurden auf ca. 23 ha naturschutzfachlichen Aufwertungen erarbeitet. Dabei wurden bis zu 18 einzelne Maßnahmentypen identifiziert. Ergänzend wurden Grundlagen des Projektmanagements zur Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes definiert. Das Ziel ist nun die Realisierung der erfolgten Planungen.

MoreMoor 2.0 - Brücher bei Hochscheid

Im Zuge einer vorangegangenen Konzeption wurde durch ein Planungsbüro ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung der Brücher bei Hochscheid, in Anlehnung an den Entwurf des Managementplans zum FFH Gebiet „Idarwald“, der Landschaftsplanung und unter Berücksichtigung der Schutzbestimmungen der Kernzone des Naturparkes Saar-Hunsrück erstellt. Unter Durchführung einer Bestandskartierung, der Ermittlung abiotischer Grundlagen, der Bewertung des Waldbestands und dessen Entwicklungsziele wurden auf ca. 24 ha naturschutzfachlichen Aufwertungen erarbeitet. Dabei wurden bis zu 18 einzelne Maßnahmentypen identifiziert. Ergänzend wurden Grundlagen des Projektmanagements zur Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes definiert. Das Ziel ist nun die Realisierung der erfolgten Planungen.

MoreMoor 3.0 - Krempertsbruch / Thalfang-Bäsch

Im Zuge einer vorangegangenen Konzeption wurde durch ein Planungsbüro ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung des Krempertsbruch, unter Berücksichtigung des Naturschutzgroßprojekts „Bänder des Lebens im Hunsrück“ sowie der Landschaftsplanung und unter den Schutzbestimmungen von Naturpark und Naturdenkmal erstellt. Unter Durchführung einer Bestandskartierung, der Ermittlung abiotischer Grundlagen, der Bewertung des Waldbestands und dessen Entwicklungsziele wurde eine Maßnahmenplanung zur naturschutzfachlichen Aufwertung des Gebiets auf ca. 10,5 ha erarbeitet. Dabei wurden bis zu 18 einzelne Maßnahmentypen identifiziert. Ergänzend wurden Grundlagen des Projektmanagements zur Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes definiert. Das Ziel ist nun die Realisierung der erfolgten Planungen

Renaturierung des Schwollbachs in Wilzenberg

Das Projekt „Renaturierung des Schwollbachs in Wilzenberg“ entspricht den Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Das Gewässer befindet sich im FFH-Gebiet „Obere Nahe“ und stellt in Teilen ein Biotop (nach § 30 BNatSchG) dar. Im Projektgebiet ist der Schwollbach jedoch arm an Strukturen und stark befestigt. Die Verbandsgemeinde Birkenfeld plant, durch anteilige Verlegung, dem Gewässer mehr Raum für eine eigendynamische Entwicklung zu geben. Hierzu sind die Beseitigung des Absturzes, vorhandener Wehrreste sowie eine naturnahe Gestaltung des Bachlaufes vorgesehen. Ziel ist es, einen naturnahen Gewässerabschnitt, unter Ausweisung von Gewässerrandstreifen, zu schaffen, dabei die Gewässerstrukturgüte zu verbessern sowie die biologische Durchgängigkeit zu erhöhen bzw. wiederherzustellen.

Feuchtbiotop Hennweiler

In der Gemarkung Hennweiler soll auf einem Grundstück (ca. 1 ha) der Verbandsgemeinde Kirn-Land ein naturnahes Kleingewässer, unter Beseitigung der bestehenden Quelleinfassungen sowie damit verbundener Wiederherstellung und Pflege naturnaher Wiesenbereiche in unterschiedlichen natürlichen Ausprägungen und Biotoptypen, entstehen. Ziel ist, auf Grundlage der im Rahmen der Konzeption erarbeiteten Planungsergebnisse, eine Aufwertung des Lebensraums für Amphibien und eine Steigerung der Biodiversität durch die Anbindung an ein angrenzendes, naturnahes Fließgewässer (Steinbach, Biotop nach § 30) zu realisieren. Die entsprechende Umsetzung soll durch Einreichung eines Maßnahmenantrags gewährleistet werden.

Pflegearbeiten an 4 Stillgewässern im Bereich des FA Bad Sobernheim

Im Bereich des Lützelsoon (LSG Soonwald) werden vier Kleingewässer durch Freistellung und Schaffung von ausgeprägten Flachwasserzonen reaktiviert. Hierbei werden ausgeprägte Übergangsbereiche in der Uferzone gestaltet, um eine zusätzliche Habitatstrukturerhöhung für Libellen und Amphibien zu erzielen. Zum fortwährenden Erhalt sowie einer fortschreitenden Aufwertung ist eine regelmäßige Folgepflege zur Freihaltung der Gewässers vorgesehen.

Neuanlage von 3 Stillgewässern im Bereich des FA Bad Sobernheim

Im Bereich des Lützelsoon (LSG Soonwald) ist die Planung von drei Kleingewässern vorgesehen. Ziel der Konzeption ist, mittels der erarbeiteten Planungsergebnisse, einen Antrag zur Neuanlage der Gewässer zugunsten der Leitarten Amphibien, Reptilien, Libellen und Insekten in Waldflächen zu stellen. Durch die Schaffung zusätzlicher Gewässer soll, vor allem unter Berücksichtigung lokaler Vernetzungseffekte, eine Steigerung der Biodiversität erzielt werden.

Heckenpflanzung Naurath/Wald

Die Ortsgemeinde Naurath/Wald plant auf ehemaligen Wegeparzellen der Ortsgemeinde drei lineare Heckenstrukturen, zur Vernetzung aktuell isoliert in der Gemarkung befindlicher Landschaftselemente/Biotopstrukturen, anzulegen. Diese sollen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Schutz- und Nährgehölze dienen und ergänzend das Landschaftsbild beleben. Die Umsetzung der Pflanzung und langfristige Pflege erfolgt durch einen Fachbetrieb in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Ortsgemeinde Naurath/Wald.

Moseltal (D43)

Starkenburger Fels – Beweidungsprojekt am Steilhang

An der Mosel gibt es nur noch wenige besonders landschaftsprägend Steillagen mit einer ganz bzw. weitgehend erhaltenen Terrassenstruktur. Unterhalb von Starkenburg findet man entsprechende Strukturen bzw. Biotopkomplexe an einem west- bis südwest- exponierten Hang (5,9 ha) der zu verbuschen droht. Mittels Erwerb der brachgefallenen Weinberge und Aufnahme einer Bewirtschaftung durch saisonale Beweidung (Ziegen) soll verhindert werden, dass weitere, für den Arten- und Biotopschutz wertvolle Flächen mit hoher lokaler aber auch überregionaler Bedeutung, verloren gehen. Im Laufe des Projektes soll sich mittels der Beweidung artenreiches Grünland etablieren.

Amphibienschutzmaßnahme Trier-Markusberg

Als Teil einer Gesamtmaßnahme hat die Stadtverwaltung Trier eine finanzielle Teilunterstützung zur Errichtung einer Amphibienleiteinrichtung (inkl. zwei Straßendurchlässen für Amphibien) beantragt. Die damit in Verbindung stehende Renaturierung des örtlichen Quellbaches und die Entschlammung des Laichgewässers werden aus Mitteln der Aktion Blau Plus realisiert. Die Umsetzung aller Maßnahmenteile erfolgt gemeinsam. Gesamtziel sind die Stabilisierung der Amphibienpopulation, eine Erhöhung der Artenvielfalt sowie eine Verbesserung der Wasserversorgung und –qualität des Laichgewässers.

Mittelrheingebiet mit Siebengebirge (D44)

Flächenerwerb Ahrmündung - Renaturierung

Inhalt der Maßnahme war der Erwerb einer Fläche in der Gemarkung Sinzig. In der Folge war eine Extensivierung der Bewirtschaftung (Grünland) im Sinne der Bewirtschaftungsziele des NATURA 2000-Gebietes vorgesehen. Die Betreuung erfolgte im Rahmen der Biotopbetreuung. Durch die Umsetzung der Entwicklungsmaßnahmen, die Sicherung bedeutender Grünlandbiotope und damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen geschützter Arten im Naturschutzgebiet und NATURA 2000-Gebiet „Mündungsgebiet der Ahr“ wurde die Biodiversität gefördert.

Felskuppen im NSG Nettetal in Welling

Das NSG Nettetal zwischen Plaidt und Mayen ist durch ein sehr vielfältiges Biotopmosaik mit offenen Felsfluren, Trockenwäldern und ehemals offenen Halbtrockenrasen auf silikatischen und teils auch basenreichen Standorten charakterisiert. Es gehört in der Region wie auch landesweit zu den artenreichsten Gesamtlebensräumen und stellt aufgrund seiner Lage inmitten von überwiegend ackerbaulich genutzten Landschaften eine zentrale Vernetzungsachse dar. Die früher prägenden Halbtrockenrasen an den Steilhängen sind aufgrund der Nutzungsaufgabe bis auf kleine Reste verschwunden, zahlreiche wertgebende Arten sind bereits ausgestorben.

Weinbergsbrachen bei Alken und Niederfell

Im Bereich großflächiger Weinbergsbrachen der Ortsgemeinden Alken und Niederfell (Projektfläche insgesamt ca. 16 ha) ist eine Entwicklung von offenen und mäßig verbuschten Bereichen im Biotopkomplex mit Trockenmauern, Trockenwäldern, Felsgebüschen, offenen Felsfluren und Säumen durch Erstfreistellung und anschließende Offenhaltung vorgesehen. Die so geschaffene Struktur und Aufwertung soll zahlreichen, gefährdeten und seltenen Vogel-, Reptilien und Schmetterlingsarten als langfristiger Lebensraum an der Untermosel dienen.

Strukturreiche Weidelandschaft „Ahrmündung“

Ziel des Projektes ist die Optimierung und Aufwertung des letzten naturnahen Mündungsbereiches eines Nebenflusses des Rheins zur Schaffung vielfältiger Lebensraumstrukturen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Rahmen einer extensiven Beweidung mit Wasserbüffeln innerhalb zweier Natura 2000-Gebiete sowie eines Naturschutzgebietes (ca. 34 ha).
Die Ahrmündung ist, vor allem in den Sommermonaten, einer intensiven Freizeitnutzung ausgesetzt. Dies beeinträchtigt im erheblichen Maße die Vegetation der flussnahen Bereiche, Ufer und Inseln und der dort (potentiell) lebenden Tierwelt. Durch die Etablierung einer großflächigen Beweidung ist langfristig eine Beruhigung der naturschutzfachlich wertvollen Bereiche möglich. 

Eifel und Vennvorland (D45)

Maßnahmenpaket "Obere Kyll - natürlich gut" - 1. Tranche

Die Verbandsgemeinde Obere Kyll im Landkreis Vulkaneifel realisiert durch die Zuwendung aus Ersatzzahlungen in den kommenden Jahren insgesamt 25 naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen in der durch Windkraftanlagen betroffenen Region. Sie sollen das ökologische Entwicklungspotential des Naturraums aufgreifen und entsprechende nachhaltige Verbesserungen bewirken. Schwerpunkte bilden beispielsweise die Entwicklung naturnaher Bachauen- und Quellwälder (Auwald), der Erhalt und die Entwicklung von Kulturlandschaftsbiotopen im Offenland (Heiden, Magerwiesen, Streuobstwiesen etc.) sowie ökologische Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Westwallanlagen.

Fledermausquartier Ahrbrück

Der NABU Landesverband Rheinland-Pfalz beantragte zur dauerhaften Sicherung eines bedeutenden Quartiers des Großen Mausohrs (Myotis myotis) Mittel aus Ersatzzahlungen. Seit mindestens 60 Jahren befindet sich im Dachboden eines Wohnhauses eine Fledermaus-Wochenstube. Die Fledermauskolonie ist eine der größten dieser Art in Deutschland und somit von bundesweiter Bedeutung. Zudem stellt das Quartier nach aktuellem Kenntnisstand das zentrale Vorkommen des Großen Mausohrs im Ahrtal bzw. des FFH-Gebietes „Ahrgebirge“ dar. Durch den Ankauf und die anschließende Sanierung des Hauses wird dieses wertvolle Fledermausquartier erhalten, aufgewertet und langfristig gesichert.

Anlage einer Biodiversitätsinsel

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung der Maßnahme „Anlage einer Biodiversitätsinsel“ in der Gemarkung Duppach. Grundlage bildet das ebenfalls im Rahmen eines Konzeptionsantrags durch Ersatzzahlungen finanzierte Pflege- und Entwicklungskonzept. Durch die Pflanzung von Strukturelementen (Feldgehölzen / Streuobstbäumen) und der Entwicklung eines blütenpflanzenreichen Magergrünlands soll der Biotopverbund verbessert werden. Durch die Pflanzung von lokalen Sorten soll die Sortenvielfalt im Bereich Streuobst erhalten und gefördert werden. Weiterhin soll der Quellbach am Rand der Fläche renaturiert und ein Uferschutzstreifen angelegt werden.

Maßnahmenpaket "Obere Kyll - natürlich gut!" - 2. Tranche

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung weiterer Maßnahmen in der VG Obere Kyll. Der Maßnahmenantrag basiert auf Grundlage des ebenfalls über Ersatzzahlungen finanzierten Konzepts, welches im Rahmen des vorangegangenen Konzeptionsantrags ausgearbeitet wurde. In den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde sollen insgesamt 10 weitere Teilprojekte umgesetzt werden. Sie sollen das ökologische Entwicklungspotential des Naturraums aufgreifen und entsprechende nachhaltige Verbesserungen mit verschiedenen Schwerpunkten (u.a. Auwaldentwicklung, Anlage Waldrefugium, Entwicklung von Trockenbiotopen) bewirken. Das Projekt ergänzt das sich derzeit in der Umsetzung befindliche Projekt „Obere Kyll – Natürlich gut!“ - 1. Tranche.

Ökologische Aufwertung des Burgweihers bei Manderscheid

Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich plant eine ökologische Aufwertung des Burgweihers der Stadt Manderscheid (0,8 ha). Im Laufe der Jahre hat sich in diesem immer mehr Material abgelagert und der Weiher verlandet zunehmend. Damit droht der Verlust eines wichtigen Habitat für Insekten, Vögel und Pflanzen. In Ergänzung einer Gewässerunterhaltungsmaßnahme soll eine Verbesserung der ökologischen Funktion durch eine Aufwertung der Struktur des Burgweihers erfolgen. Die genaue Ausgestaltung dafür notwendiger Maßnahmen soll im Rahmen des Konzeptionsantrags erfolgen.

Vernetzung von Schutzgebieten durch Eh da-Flächen

Schutzgebiete und geschützte Biotope im östlichen Teil der VG Kaisersesch, entlang des Pommerbachtals und des Brohltals sowie darüber hinaus, sollen mit Hilfe von „Eh da-Flächen“ durch Aufwertungsmaßnahmen und Schaffung von Lebensräumen vernetzt werden. Im Rahmen eines bewilligten Konzeptionsantrags wurden, auf der Grundlage einer durchgeführten Geodatenanalyse, Maßnahmen ausgearbeitet, die der beabsichtigten Vernetzung dieser Schutzgebiete / Biotope dienen. Die umzusetzenden Maßnahmen sind im Einzelnen u.a. die Anlage von Blühstreifen, -flächen und –hecken, Staffelmahd, Schafbeweidung, Aushagerung/extensive Grünlandnutzung, Pflege der vorhandenen Obstgehölze und Ergänzung, Freihaltung und Schaffung offener Bodenbereiche sowie die Anlage blütenreicher Waldsäume. Auf einzelnen Flächen werden auch Kombinationen dieser Einzelmaßnahmen realisiert.

Umgestaltung Wehranlage Geringer Mühle zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit des Elzbaches

Das Projekt erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz beabsichtigt, den Elzbach langfristig in einen naturnäheren Zustand zu entwickeln und hierdurch die Funktion des Gewässers als Lebensraum für fließgewässertypische Arten zu beleben. Eine grundlegende Voraussetzung für eine derartige Entwicklung ist die Wiederherstellung der Durchwanderbarkeit des Elzbachs für die Gewässerfauna. Dies soll u.a. am Standort „Geringer Mühle“ durch die Umgestaltung der vorhandenen Wehranlage realisiert werden. Das vorhandene Mühlenwehr ist für Fische und Kleinstlebewesen nicht zu überwinden und unterteilt den Lebensraum Elzbach in voneinander biologisch getrennte Abschnitte. Die Wehranlage soll nun in eine für Wasserorganismen durchgängige naturnahe Sohlengleite mit Niedrigwasserrinne umgestaltet werden.

Gutland (Bitburger Land) (D49)

Entwicklung von Streuobstwiesen in der Gemarkung Langsur

Die Streuobstbestände mit Wiesen / Weiden mittlerer Standorte sind an der Sauer charakteristische Biotopelemente mit entsprechender Artenausstattung. Das Maßnahmengebiet ist Bestandteil des prioritären Raums zur Umsetzung der Planung vernetzter Biotopsysteme (VBS) und liegt in unmittelbarem Verbund zum FFH-Gebiet „Sauer und Seitentäler“. Aufgrund der Überalterung des vorhandenen Streuobstbestand besteht Handlungsbedarf zum langfristigen Erhalt (Revitalisierungsschnitte) der hochwertigen Biotopelemente sowie entsprechender Neuschaffung (Neupflanzungen) zum Fortbestand dieser. Bei einer Nichtdurchführung der Maßnahme wird der Streuobstbestand in den kommenden Jahren vollständig zusammenbrechen und damit ein Qualitätsverlust sowie langfristig ein Komplettverlust für die biotopgebundenen Arten einhergehen. Durch die Maßnahme erfolgt eine produktionsintegrierte Stärkung und Aufwertung der Fläche innerhalb des Biotopverbundes sowie des Landschaftsbildes.

Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet (D50)

Flächenerwerb im NSG Battweiler Höhe

Die Kreisverwaltung Südwestpfalz beantragte den Ankauf eines Grundstücks im Naturschutzgebiet „Battweiler Höhe“, dessen Schutzzweck insbesondere die Wiederherstellung und der Erhalt von Kalkmagerrasen ist. Durch den Ankauf der Parzelle kann künftig durch eine Umnutzung auf dem flachgründigen Kalkboden Kalkmagerrasen entwickelt werden und so dessen Flächenanteil deutlich erweitert werden. Ähnliche Maßnahmen auf anderen Flächen zeigten bereits ihre Wirksamkeit zur Erreichung der Entwicklungsziele.

Flächenerwerb im NSG Battweiler Höhe II

Nach einer ersten Finanzierung eines Flächenerwerbs im Naturschutzgebiet Battweiler Höhe im Jahr 2017 bestand die Möglichkeit eine weitere Fläche innerhalb des NSG zu erwerben. Der Erwerb der Fläche innerhalb des nur 22 ha großen NSGs ist von hoher Bedeutung, da im Umkreis eine ackerbauliche Nutzung überwiegt und somit eine Erweiterung der wertvollen Kalkmagerrasen mit seltener Flora und Fauna möglich ist. Die naturschutzfachliche Aufwertung, Pflege und Entwicklung der Fläche werden über den Kauf zugunsten des Landes und der Biotopbetreuung langfristig sichergestellt.

Flächenerwerb und Neuanlage eines Amphibiengewässers im Martelbachtal

Im Rahmen des Projekts, welches im Martelbachtal in der Gemarkung Hilst stattfindet, werden zwei Flächen erworben (Gesamtgröße ca. 0,3 ha), die im FFH- und VSG-Gebiet „Pfälzer Wald“ liegen. Die größtenteils brach liegenden Flächen liegen in einer Talaue, die temporär vom Martelbach durchflossen wird. Grundwasser steht hoch an. Durch eine jährlich durchzuführende einschürige Mahd sollen die Flächen zu artenreichen Nasswiesen entwickelt werden. Ebenfalls soll auf den Flächen ein Gewässer mit einer Grundfläche von ca. 150 qm neu angelegt werden, um als Lebensraum die Entwicklung von Amphibien- und Libellenpopulationen zu fördern.

Flächenerwerb im NSG „Auf der Pottschütthöhe“ und Freistellen verbuschter Bereiche

Im Rahmen des Projekts wird eine Fläche (0,95 ha) erworben, die sowohl im Naturschutzgebiet „Auf der Pottschütthöhe“ als auch im FFH-Gebiet „Zweibrücker Land“ liegt. Auf dem bereits größtenteils verbuschten und der weiteren Sukzession unterliegenden Flurstück soll durch manuelle Gehölzentnahme die Fläche der Mesobrometum-Relikte wieder vergrößert werden. Dies soll durch die anschließende Einbindung der Fläche in die bereits existierende Schafbeweidung im Rahmen der NSG-Pflege geschehen. Der Flächenerwerb sichert den in der RVO des Naturschutzgebiets bestimmten Schutzzweck, indem Kalkmagerrasen wiederhergestellt und durch den Erwerb folglich langfristig erhalten werden kann.

Waldrefugium Maßweiler/Reifenberg

Auf ca. 10 ha in den Gemarkungen Maßweiler sowie Reifenberg befinden sich hängige Waldbestände, die in einer Schlucht vom pauschal geschützten „Heilbach“ durchflossen werden. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt beherbergen die Waldflächen eine unterschiedliche Altersstruktur mit Buchen- und Eichendominanz. Über 100-jährige Eichen und Rotbuchen haben eine hohe Bedeutung als Biotopbäume. Dazu kommen noch jüngere Bestände dieser Bäume mit Entwicklungspotential. Hier soll ein Waldrefugium eingerichtet werden, in dem jegliche forstliche Nutzung aufgegeben wird, sodass sich Bäume und andere Biotoptypen ungestört weiterentwickeln können. Zukünftig sollen Verjüngungs-, Initial-, Optimal-, Terminal- und Zerfallsphasen nebeneinander existieren und dadurch eine hohe Arten- und Biotoptypendiversität garantieren.

Waldrefugium Höhmühlbach

In der Gemarkung Höhmühlbach im sog. „Mörlestalwald“ befindet sich auf ca. 7 ha ein Mischwald mit Traubeneichen-, Hainbuchen- und Kirschdominanz. Südlich des Waldes verläuft der Aschbach als nach § 30 BNatSchG geschützter Quellbach. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt beherbergen die Waldflächen eine unterschiedliche Altersstruktur. Über 120- jährige Traubeneichen und Hainbuchen haben eine hohe Bedeutung als Biotopbäume. Dazu kommen noch jüngere Bestände dieser Bäume mit Entwicklungspotential. Hier wird ein Waldrefugium eingerichtet, in dem jegliche forstliche Nutzung aufgegeben wird, sodass sich Bäume und andere Biotoptypen ungestört weiterentwickeln können. Zukünftig sollen Verjüngungs-, Initial-, Optimal-, Terminal- und Zerfallsphasen nebeneinander existieren und dadurch eine hohe Arten- und Biotoptypendiversität garantieren. 

PIK Maßweiler/Rieschweiler

Im Bereich Maßweiler und Rieschweiler sollen auf drei Flurstücken produktionsintegrierte Maßnahmen zur Herstellung und Bewirtschaftung von Grünland durchgeführt werden. Die Grundstücke befinden sich in Angrenzung und Nachbarschaft zu den beiden Naturschutzgebieten "Auf der Pottschütthöhe" und "Auf dem Hausgiebel". Im Rahmen der vorgesehenen Bewirtschaftungsänderung von Getreideacker zu wertvollem Grünland (Mesobrometum) sollen die Flächen mit einem 10 m breiten, mehrjährigen Blühstreifen umpflanzt werden. Dafür soll regionales Saatgut verwendet werden. Die Nutzung als Acker in den Kernbereichen wird nicht mehr erfolgen. Stattdessen werden diese Bereiche einmal jährlich gemulcht, um eine Selbstbegrünung in Gang zu setzen. Während der Übergangsphase von Acker zu Grünland sollen zudem Lerchenfenster, wenn möglich, angelegt werden. Nach entsprechender Einstellung der Bedingungen ist in den Kernbereichen eine ein- bis zweischürige Heumahd vorgesehen.

Pfälzer Wald (Haardtgebirge) (D51)

Neue Zäune für die Beweidung im Schwarzbachtal

Um die Vereinbarkeit der Ziele zwischen Naturschutz und Tierhaltung zu fördern, soll bei einer bestehenden Beweidung der Zaunbau verbessert und das Risiko einer Tötung der Nutztiere durch Wildtiere vermindert werden. Dies soll dazu beitragen, die Beweidung zu sichern. Damit soll der Erhalt der Offenlandbiotope im Schwarzbachtal ermöglicht werden. Für den Umbau der Einzäunung der Weideflächen sind zusätzliche Zauntrassen freizustellen. Für die zusätzliche Sicherheit werden u. a. weitere Zaunpfähle gekauft, imprägniert und mit Isolatoren für die Elektrifizierung versehen.

Unterstützung für die Beweidung im NSG Königsbruch

Das Naturschutzgebiet Königsbruch liegt im Biosphärenreservat Pfälzerwald Nordvogesen und gehört als FFH-Gebiet und VSG zum europäischen Schutzgebietsnetz „NATURA 2000". Die Flächen sind komplett im Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. In dem Gebiet breiten sich sowohl die Kanadische Goldrute als auch Gehölze massiv aus. Die Fläche würde sich zu einem Sukzessionswald mit Verlust wertgebender Arten des Feuchtgrünlandes entwickeln. Die für den Königsbruch wertbestimmende Biodiversität kann durch eine Erweiterung der extensiven Beweidung mittels Hinzunahme von Ziegen auf 60 ha erhalten und gefördert werden.  Um dies zu ermöglichen, bekommt der Kreis eine Zuwendung aus Mitteln der Ersatzzahlungen, die zum Kauf eines mobilen Elektrozauns dient.

Offenhaltungsmaßnahmen in Waldhambach

Ein ehemals als Acker- und Weinbergfläche genutzter südexponierter Hang in Waldhambach unterliegt seit Jahren der Sukzession, sodass große Teile bereits verbuscht sind. Die ehemals trockenwarmen Standorte mit Magerwiesen und Gebüschen (insbesondere Steinweichsel, Liguster und Feldahorn) drohen ganz zu verschwinden. Eine Konzeptionserstellung und die daraus folgenden Maßnahmen sollen zu einer Aufwertung und Wiederherstellung der Elemente dieses wärmebegünstigten Standorts führen. Außerdem sollen Maßnahmen zur Förderung von Brutvögeln des Halb-Offenlandes und des Waldrandes (z. B. Neuntöter, Grasmücken, Nachtigall, Spechte) dienen. Weiterhin werden licht- und wärmeliebende Arten, wie Schmetterlinge, Heuschrecken oder Wildbienen gefördert, die zwischenzeitlich an dem Hang nicht mehr vorkommen.

Erwerb und Aufwertung von Flächen am Haardtrand bei Bad Bergzabern

Am Haardtrand bei Bad Bergzabern werden zwei Grundstücke (ca. 0,9 ha) in Hang- und Waldrandlage erworben, um darauf ein Biotop-Mosaik aus Wald, Streuobst, Totholz, Wiesenfläche und Trockenmauer zu schaffen. Die Maßnahmen auf den Flächen tragen zur Förderung und zum Schutz insbesondere thermophiler Insekten und Eidechsen, aber auch von Kleinsäugern und waldrandbewohnenden Vögeln bei. Im Konkreten werden Freistellungsmaßnahmen durchgeführt, um die offene Wiesenfläche wiederherzustellen und zu vergrößern, Sanierungsschnitte und Entnahme von Bäumen tragen sowohl zu einer Aufwertung der Gehölze bei als auch zu einer ausreichenden Besonnung der Trockenmauern, was überaus wichtig für Reptilien und Insekten ist.

Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (D52)

Beweidung Stolzenberger Hang

In Zusammenarbeit mit dem NABU plante die Kreisverwaltung Donnersbergkreis seit 2012 eine extensive Beweidung am Stolzenberger Hang zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt trocken-warmer Lebensräume. Durch die Beweidung durch Taurusrinder und Pferde (Konik) soll die fortschreitende Verbuschung des ehemaligen Weinberggeländes und der verbliebenen Trockenrasen verhindert und eine Aufwertung der Flächen erreicht werden. Eine erste Projektförderung mit Mitteln aus Ersatzzahlungen geschah im Jahr 2012 durch das Umweltministerium. Im Verlauf des Projekts zeigte sich, dass die Maßnahmekosten höher ausfallen als geplant, sodass das Projekt nur weiter bestehen kann, wenn zusätzliche Mittel bewilligt werden. Daher wurde eine Folgebewilligung ausgesprochen. 

Biotopverbund Trauntal

Der Landkreis Birkenfeld trägt dazu bei, dass die Zielvorstellungen des Naturschutzes für einen Biotopverbund im „Naturpark Rhein-Hunsrück / Landschaftsschutzgebiet Hochwald“ umgesetzt werden. Durch den Ankauf von Flächen (ca. 40 ha), im Rahmen des Waldflurbereinigungsverfahrens Trauntal, wird eine Erhöhung des Alt- und Totholzes (gemäß BAT-Konzept) sowie die Schaffung von lichten Wäldern zur Förderung entsprechender Arten möglich. In Abstimmung mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde wurden im Verfahren, dem § 7 LNatSchG konforme, zusätzliche Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft entwickelt. Die Suchräume der Maßnahmen liegen im Bereich der „Westlichen Idarvorberge“ und sind ein Bestandteil der „Planung Vernetzter Biotopsysteme“. Im ersten Schritt wird versucht innerhalb dieser Räume geeignete Flächen zu erwerben. Im Anschluss wird der Maßnahmenumfang und die damit verbundenen Kosten auf die verbindliche Flächengröße angepasst bzw. aktualisiert. Die dauerhafte Bewirtschaftung der Niederwaldflächen soll über ein zu erarbeitendes Nutzungskonzept für Niederwaldflächen erfolgen.

Entwicklung von artenreichem Grünland, Störzelberg und Altwiesen

Im Rahmen eines Bodenordnungsverfahrens können in jeweils zwei Bereichen Grünlandflächen erworben und zusammengelegt werden. Dies bildet die Grundlage, um das Ziel der Entwicklung von struktur- und artenreichen Magerwiesenbiotopen zu erreichen. Typische wertgebende Pflanzenarten – insbesondere Orchideen – sowie Insekten wie etwa Tagfalter sollen dadurch in ihrem Bestand gestärkt und gefördert werden. Dazu sollen als Erstpflege Entbuschungsmaßnahmen sowie Mulchen und teilweise Mahdgutübertragung durchgeführt werden. In der Folge werden die Flächen extensiv gemäht sowie in Teilen periodisch gemulcht und Altgrasstreifen gefördert.

Biotopacker Dickesbach

In der Gemarkung Dickesbach (LK Birkenfeld) wird eine ca. 9 ha große Ackerfläche erworben, um mittels einer gezielten Bewirtschaftung Ackerwildkräuter und bodenbrütende Vögel, wie beispielsweise die Feldlerche, zu fördern. Durch begleitende Pflanzungen von Strukturelementen (Heckenstreifen / Streuobstbäumen) soll eine Verbesserung des Biotopverbunds erfolgen und Strukturen für gehölzbrütende Vögel geschaffen werden. Die Neupflanzung von alten regionalen Obstbäumen soll die Sortenvielfalt des Streuobstes erhalten bzw. erhöhen. Alle Teilmaßnahmen entsprechen den örtlichen Vorgaben der Fachplanung vernetzter Biotopsysteme. Diese sehen für den Maßnahmenbereich u.a. eine biotoptypenverträgliche Nutzung von Ackerflächen und Obstplantagen vor. Von einem Zusammenwirken der Maßnahme mit dem östlich von der Fläche gelegenen FFH-Gebiet Baumholder und Preußische Berge ist auszugehen.

Erweiterung des Staudernheimer Hangs

Im Zuge der Maßnahme werden Teilbereiche verbuschter Weinbergsbrachen sowie Felsbereiche des Hanges und vorhandene Trockenmauern freigestellt. Dabei werden mosaikförmig Gehölzstrukturen in der Hanglage belassen. Anschließend ist die Offenhaltung der Flächen mittels Beweidung bzw. Mahd vorgesehen. Gegebenenfalls wird auch die Durchführung einer Sekundärentbuschung erforderlich. Die geplanten Freistellungsflächen liegen direkt neben einer bereits früher entbuschten und nun offengehaltenen Hangfläche, dem „Weinbergsterrassen- und Orchideenpfad am Staudernheimer Hang“. Mit der beantragten Erweiterung werden nun ergänzende Bereiche zur Förderung von flachgründigen, trockenen Biotopen wie Halbtrockenrasen, Trockenrasen und Felsen geschaffen.

Amphibienquartier Dannenfelser Mühle

Bei Dannenfels am Donnersberg befindet sich an der sog. Dannenfelser Mühle ein fischereiwirtschaftlich genutzter Teich, der gleichzeitig als Anziehungspunkt für Amphibien fungiert, die diesen als Laichgewässer nutzen. Um zu dem Gewässer zu gelangen, müssen die Amphibien jedoch die Landesstraße L398 bzw. eine schwer überwindbare Bordsteinkante überqueren, sodass viele Amphibien überfahren werden bzw. in die Gullys zur Straßenentwässerung fallen. Im Rahmen des beantragten Projekts eröffnet sich die Möglichkeit auf der Seite der Straße, von der die Amphibien in Richtung Fischteich wandern, ein „Ausweichgewässer“ anzulegen, sodass keine Straßenüberquerung mehr nötig ist und dadurch erhebliche Individuenverluste vermieden werden können. Auf einem Flurstück soll in einem feuchten Bereich mit hoch anstehendem Grundwasser eine Geländevertiefung von ca. 1.000 m³ Volumen und 600 m² Fläche als Teich mit verschiedenen Tiefenzonen angelegt werden, welcher durch Druckwasser und Wasser des benachbarten Gerbachs gespeist wird. 

Herstellung der Durchgängigkeit der Pfrimm in der Gemarkung Dreisen

Das Projekt „Herstellung der Durchgängigkeit der Pfrimm in der Geamrkung Dreisen“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. In der Gemarkung Dreisen weist die Pfrimm noch einen massiv ausgebauten und befestigten Abschnitt auf. Im Mündungsbereich des Hasenbachs ist der Fluss naturfern ausgebaut und es hat sich ein hoher Absturz (Sohlsprung) gebildet. Oberhalb der Brücke Bahnhofstraße verhindert ein Sohlgurt eine ausreichende Passierbarkeit. Ebenso ist das Wehr östlich des Münsterhofs nicht durchwanderbar. All diese Hindernisse sollen ab- bzw. umgebaut werden, um eigendynamische Entwicklungsprozesse des Gewässers zu fördern und eine nachhaltige Aufwertung von Natur und Lanschaft zu erreichen. Insbesondere sollen die Renaturierungsmaßnahmen fließgewässergebundenen Arten zugutekommen.

Pflegearbeiten an 6 Stillgewässern im Bereich des FA Soonwald

Sechs überwiegend verlandete und teils beschattete Bestandsgewässer sollen von Bewuchs freigestellt werden und im südlichen Bereich eine deutliche Flachwasserzone erhalten. Dabei ist vorgesehen, anschließend an die Uferzone, ausgeprägte Übergangsbereiche zu gestalten um eine zusätzliche Habitatstrukturerhöhung für Libellen und Amphibien zu erzielen. Um diese fortwährend zu erhalten und weiter aufzuwerten, ist eine regelmäßige Folgepflege zur Freihaltung des Gewässers eingeplant.

Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland (D53)

Biotopkomplex im Bodenordnungsverfahren Ensheim IV

Die Kreisverwaltung Alzey-Worms beantragte für das Flurbereinigungsverfahren Ensheim IV landespflegerische Aufwertungsmaßnahmen. Vorhandene Gehölzflächen sollen bestehen bleiben, eine fortschreitende Verbuschung auf artenschutzfachlich hochwertigen Grünlandflächen zurückgedrängt werden. Ehemalige Weinbergflächen sind weiter auszuhagern, um die Wiederherstellung ursprünglicher Pflanzengesellschaften zu fördern.

Amphibiengewässer in den Marlachwiesen

Das Naturschutzgebiet Marlachwiesen zeichnet sich durch weite und offene Feuchtgrünlandbereiche aus. Durch die Finanzierung eines Flächenankaufs und von Maßnahmen zur Entwicklung von Amphibiengewässern und Gehölz- und Grünlandstrukturen wird die wertgebende Struktur des NSG weiterentwickelt und aufgewertet. Dadurch, dass die umliegenden geschützten Flächen extensiv bewirtschaftet werden, ermöglicht die Maßnahme die Vergrößerung des naturschutzfachlich wertvollen Bereichs. Zur Erreichung der Ziele werden die auf den Flächen befindlichen baulichen Anlagen zurückgebaut, die Teiche in Amphibiengewässer umgewandelt und die Gewässer- und Grünlandstrukturen in Stand gesetzt.

Beweidung GLB Sybillenstein

Im Rahmen eines bewilligten Konzeptionsantrages wurde für den geschützten Landschaftsbestandteil „Weinbergsbrache Windberg / Sybillenstein“ (ca. 4 ha) in der Gemarkung Alzey-Weinheim ein Beweidungskonzept (Ziegen und Schafe) erarbeitet. Ziel der Maßnahme ist es nun das Konzept der fachgerechten Beweidung umzusetzen, um eine dauerhafte Offenhaltung und Extensivierung der südexponierten Rebbrache zu erzielen. Innerhalb verbuschter Bereiche werden nicht-standortgerechte Gehölze entnommen, um die Entstehung einer halboffenen Weidelandschaft zu fördern. Damit einhergehend soll eine Aufwertung des Landschaftsbildes, durch den Erhalt des belebenden Elements in der weitgehend ausgeräumten Kulturlandschaft Rheinhessens sowie eine Sicherstellung der Lebensstätten der entsprechenden Tier- und Pflanzenarten erzielt werden.

Herstellung der Längsdurchgängigkeit der Pfrimm; Rückbau Wehr Wiesenmühle

Das Projekt „Herstellung der Längsdurchgängigkeit der Pfrimm; Rückbau Wehr Wiesenmühle“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die ökologische Durchgängigkeit der Pfrimm ist durch das letzte bestehende Stauwehr der Wiesenmühle unterbrochen. Die Wassertiefen im Unterwasser des Wehres sind zu gering um eine Durchwanderbarkeit der Leitfischarten (Leitfischart Barbe) zu gewährleisten. Durch den ökologischen Umbau des Wehres soll eine vollständige Längsdurchgängigkeit des Gewässers für Fische und Makrozoobenthos hergestellt werden.

Renaturierung des Nordelsheimer Baches in der Gemarkung Undenheim, Teil II

Das Projekt „Renaturierung des Nordelsheimer Baches in der Gemarkung Undenheim, Teil II“ erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz wird einen Gewässerabschnitt des Nordelsheimer Baches (Gewässer III. Ordnung / Gesamtlänge ca. 1 km / 5 Ausbauabschnitte / Gemarkung Undenheim) bis zu einem östlich gelegenen, vorhandenen Biotop (nach § 30 BNatSchG) naturnah ausbauen. Ziel ist es dabei Grundlagen zur Eigenentwicklung und Revitalisierung des Gewässers zu schaffen. Im Rahmen der Renaturierung soll das Gewässerbett, zur Herstellung von Rückhaltevolumen und artenreichen neuen Lebensräumen, aufgeweitet und naturnah umgestaltet werden. Damit einhergehend erfolgt eine Revitalisierung des Gewässers sowie Entwicklung und Schaffung neuer Lebensräume. Das Gewässer sowie die angrenzenden Flächen werden durch die Maßnahmen in einen dauerhaft höherwertigen Zustand gebracht.

Erweiterung NSG Rosengarten Gundersheim

Das Naturschutzgebiet (NSG) Kalksteinbrüche Rosengarten gehört zu den besonders artenreichen Schutzgebieten im Landkreis Alzey-Worms. Durch Flächenankauf einer angrenzenden Ackerfläche (ca. 3 ha) wird das Naturschutzgebiet nach Nordosten erweitert und damit der Biotopverbund zum Vogelschutzgebiet „Höllenbrand“ gestärkt. Die Fläche wird in den nächsten 4 Jahren von einer Intensivackerfläche in Dauergrünland umgewandelt. Dabei wird der oberflächennah anstehende Kalkstein freigestellt. Dies soll dazu führen, dass sich geschützte Arten aus dem NSG Rosengarten auf der Fläche etablieren. Die Entwicklung des Gebietes soll über eine anschließende 11-jährige Pflege so weit vorangetrieben werden, dass es nach Ablauf des Projektes in das bestehende Naturschutzgebiet eingegliedert werden kann.

Anlage von artenreichem Grün als Wildbienensäume

Der Ausgangszustand zweier Flächen (Acker bzw. Landschaftsrasen) im Außengebiet der Stadt Ludwigshafen lässt Potentiale für den Naturschutz ungenutzt. Beide Flächen – ein bereits vorhandener Ackerstreifen bzw. eine Wiesenfläche – sollen umgebrochen und mit angepasstem autochthonem Saatgut angesät werden. Dadurch wird Lebensraum für hochwertige Gräser, Stauden sowie annuelle Pflanzen und darauf folgend auch Insekten geschaffen. Eine an die neue Einsaat angepasste Mahd (1-2 mal im Jahr) trägt zur Entwicklung der Flächen im Sinne des Naturschutzes bei.

Aufwertung der Lösswände nördlich von Arzheim

An zwei Straßen und innerhalb der landwirtschaftlichen Nutzflächen zwischen Arzheim und Landau haben sich – stellenweise auch fragmentarisch – Hohlwege erhalten, die größtenteils bereits mir krautigen sowie auch verholzenden Pflanzen überwachsen sind. Insbesondere im Bereich der "Wüstung Serlingen" kommen mehrere Hohlwege kreuzförmig zusammen. Darüber hinaus befindet sich in der ehemaligen Tongrube eine teilweise schon stark verbuschte Lösssteilwand. Die geplanten Maßnahmen zur Aufwertung der Hohlwege und Lösswände umfassen die Entbuschung und Instandsetzung, die Pflege der Gehölze oberhalb der Wände als Erosionsschutz, die Schaffung von Rohbodenbereichen am Fuß der Lösswände sowie in Phase II die folgende Entwicklungs- und Erhaltungspflege. Durch die geplanten Maßnahmen kann die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Lösswände und Hohlwege wiederhergestellt werden.

Entwicklung von Halboffenlandstrukturen in LD-Mörzheim

Auf zwei Grundstücke in Landau-Mörzheim im Eigentum der NVS-Stiftung soll eine Halboffenlandstruktur geschaffen werden. Auf dem schmaleren der beiden Grundstücke soll ein ca. 120 m langer Streifen von Gehölzen befreit werden, um eine geschützte, sonnenexponierte Offenlandfläche zu erhalten. Dies soll auch bei dem größeren Grundstück geschehen. Außerdem soll im Inneren der Fläche über die Öffnung einer 3 m breiten Schneise im Gehölzsaum ein Zugang zur Innenfläche geschaffen werden. Durch diese Schneise entsteht eine zusätzliche Grenzfläche zwischen vertikaler Gehölzstruktur und offener Krautschicht. In der Innenfläche werden wiederum Gehölze entfernt, um eine geschützte und abwechslungsreiche Halboffenlandstruktur herzustellen.

Grunderwerb im NSG Saukopf

Auf zwei ehemalig ackerbaulich genutzten Flächen befindet sich momentan noch verbrachtes Grünland mit Verbuschungstendenzen. Nach Ankauf im Rahmen des Projekts soll sich auf den Flächen eine Verzahnung von Kalk-Magerrasen mit Heckenstrukturen und Säumen entwickeln. Die auf benachbarten Flächen bereits vorkommenden geschützten Pflanzenarten, wie z.B. die Türkenbuntlilie oder die Küchenschelle, sollen sich auch auf den anzukaufenden Flächen ausbreiten. Dazu sind Mulch- und Mahdmaßnahmen sowie die Entnahme und Zurückdrängen von Stockausschlägen von Schlehe oder Hartriegel vorgesehen.

Eselbeweidung Höllenberg

Das ehemals als Weinberg genutzte Gebiet "Höllenberg" im FFH-Gebiet „Kalkmagerrasen zwischen Ebertsheim und Grünstadt“ verbuscht und verwaldet immer weiter, sodass die Eignung der Flächen für wärmeliebende Pflanzen und Tiere weiter abnimmt. In der Vergangenheit wurden hier bereits u.a. außergewöhnlich viele seltene Hymenopteren nachgewiesen. Zur Wiederherstellung und Sicherung der wertgebenden Biotoptypen (Kalkmagerrasen, xerotherme Gebüschvegetation) und der damit verbunden Erhöhung der Vielfalt wärmeliebender Pflanzen- und Tierarten ist somit eine Entbuschung und Offenhaltung des Gebiets erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem NABU soll eine Eselbeweidung über 15 Jahre etabliert werden.

Halboffenlandstruktur erhalten und fördern bei Zeiskam

Auf drei Grundstücken der Gemarkung Zeiskam sollen Halboffenlandstrukturen entwickelt werden, um für an diesen Biotoptyp angewiesene Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten zu können. Zwei Grundstücke sind aktuell größtenteils verbuscht bzw. mit mittelgroßen Bäumen bestanden. Ein Grundstück, welches sich zwischen den beiden vorgenannten befindet, weist zwar noch teilweise Halboffenlandcharakter auf, unterliegt jedoch auch einer zunehmenden Verbuschung. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt werden sowie Bäume entfernt und wiederkehrende Mäharbeiten zur Offenhaltung erfolgen.

Aufwertung des Großfischlinger Feuchtgebiets

Das Großfischlinger Feuchtgebiet liegt im FFH-Gebiet „Modenbachniederung“, im VSG-Gebiet „Speyerer Wald,Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen“ sowie im Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Modenbachtal“ und stellt ein Teich- und Tümpelsystem dar, welches in der Vergangenheit Lebensraum bot für eine Vielzahl von an Feuchtgebiete gebundene Vogelarten. Eine seit Jahren fortschreitende Verbuschung der Fläche hat die wertgebenden Biotope jedoch seitdem vermindert. Auf ca. 3 ha sollen daher Sträucher und Bäume entnommen und zurückgedrängt werden, um den ehemaligen Offenlandcharakter des Feuchtgebiets wiederherzustellen.

Entwicklung eines Uferstaudensaums an den Hochstadter Teichen

Auf vier Grundstücken in der Queichaue bei Hochstadt (ca. 1,9 ha) sollen Maßnahmen zur Reduzierung und Verdrängung der Goldrutenbestände sowie der Strauchweiden entlang von Teichufern durchgeführt werden. Die sich auf den Flächen befindlichen sog. „Hochstadter Teiche“ befinden sich sowohl im Vogelschutzgebiet „Offenbacher Wald, Bellheimer Wald und Queichwiesen“ als auch im FFH-Gebiet „Bellheimer Wald mit Queichtal“. Die Goldrutenbestände entlang der Teichufer bilden stabile, sich ausbreitende Bestände. Aufgrund ihrer Ausbreitung über Wurzelausläufer und unterirdische Sprosse sind sie sehr konkurrenzstark und überwachsen in frischen bis wechselfeuchten Bereichen artenreiche Staudensäume. Insbesondere Schilf- und Röhrichtbestände als Brut- und Nahrungsgebiet für Vögel sind dadurch gefährdet und können nun durch die geplanten Maßnahmen wieder gefördert werden.

Gewässerfreistellung Kiesgrube Schweighofen

Auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube in Schweighofen befindet sich ein Weiher, der hauptsächlich mit Robinien und Brombeeren umwachsen ist. Die NVS-Stiftung beantragt Mittel aus Ersatzzahlungen zur Finanzierung von Maßnahmen zur Entfernung standortfremder Gehölze, um die Beschattung des Weihers zurückzunehmen. Dadurch wird eine ausreichende Besonnung gewährleistet, um die Larvenentwicklung ektothermer Tiere zu fördern. Außerdem wird eine Eutrophierung des Gewässers verhindert, wenn die organischen Einträge durch Laubfall unterbunden werden.  Das Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet „Bienwald“, dessen Schutzzweck die Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Bienwalds u.a. mit seinen stehenden Gewässern ist.

Sanierung von Hohlwegen und weiteren Lössstrukturen

Im südpfälzischen Raum wurden für drei Bereiche (Hochstadt, Herxheim, Freckenfeld) Konzeptionen zur Aufwertung von Lössstrukturen erstellt. Geplant wurden und nun umgesetzt werden Auflichtungs- und Freistellungsmaßnahmen der sonnenexponierten Steilwände und der Sohlen und Entnahme von Lössmaterial an den Keilen zur Wiederherstellung von Steilwänden. Ebenfalls sollen zur Steigerung des faunistischen Potentials geeignete Nahrungshabitate in der Umgebung entwickelt werden. Maßnahmenvorschläge für ein langfristiges Pflegekonzept zur Verhinderung einer neuerlichen Wertminderung wurden ebenfalls formuliert. Das gewachsene Profil der Hohlwege und Lösswände soll bei Durchführung der Maßnahmen möglichst nicht beeinträchtigt werden, um bereits wertvolle Bereiche nicht zu beschädigen.
Im Bereich Hochstadt und Essingen werden an vier Hohlwegkomplexen Maßnahmen durchgeführt und im Bereich Freckenfeld und Dierbach an sieben.

Aufwertung und Erhaltung des Feuchtgebiets und VSG 6616-402 Kaltenbachbruch

Im Landschaftsschutzgebiet Kaltenbachbruch - Teil des Vogelschutzgebiets Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen -  werden Maßnahmen zur Aufwertung von Feuchtgebietslebensräumen umgesetzt. Gemäß des erarbeiteten natur- und artenschutzfachlichen Entwicklungskonzeptes werden offene Schilf- und Seggenflächen und temporäre Wasserflächen wiederhergestellt sowe halboffene Strukturen geschaffen. Als Bestandteil des Bachauensystems der Südpfalz ist der Kaltenbach eine wichtige Vernetzungsstruktur von Biotopen und für viele Tierarten. Für Binnenlandverhältnisse konnten in der Kaltenbachaue auf einer Fläche von ca. 40 ha in der Vergangenheit eine hohe Zahl von mehr als 100 auf Feuchtgebiete angewiesene Vogelarten beobachtet werden. Um den negativen Entwicklungen durch sukzessive Aufgabe der Flächennutzung in der Aue entgegenzuwirken, sind die geplanten Maßnahmen unbedingt erforderlich.

Amphibienschutzmaßnahmen im Stadtgebiet Worms

In einer Maßnahmenkonzeptionierung soll im Stadtgebiet Worms der Neubau von Amphibientümpeln und die Wiederherstellung, Verbesserung bzw. Reaktivierung früherer Laichgewässer geplant werden (Gesamtmaßnahmenfläche ca. 2 ha auf 15 Flurstücken in 4 Ortslagen). Der Schwerpunkt der beantragten Maßnahmenkonzeption liegt auf der Erstellung der Genehmigungsplanung sowie der darauf aufbauenden Ausführungsplanung. Mittels dieser kann die Ausschreibung und damit verbunden die Umsetzung der Maßnahmen erfolgen. Dies soll durch Einreichung eines oder mehrerer Maßnahmenanträge gewährleistet werden.

Biotopmosaik Wolfsheim

Durch das Projekt soll die Erhaltung und Entwicklung eines ca. 2,4 ha großen Biotopkomplexes im rheinhessischen Weinbaugebiet ermöglicht werden. Im Landschaftsraum der markanten Rheinhessischen Randstufe sollen im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens „Wolfsheim I“ u.a. Magerwiesen, Halbtrockenrasen, wärmeliebende Gebüsche und typische Kleinstrukturen der rheinhessischen Lösslandschaft (Lössböschungen, Obstbaumwiesen) in einer weithin monotonen und ausgeräumten Weinbaulandschaft als zusätzliche Maßnahme aus Ersatzzahlungen geschaffen werden. Somit werden Strukturen und Habitate für Insektengruppen (u. a. Tagfalter, Heuschrecken, Wildbienen), Reptilien und die Avifauna entwickelt.

Lebensraum Gau-Algesheimer Terrasse

Im Maßnahmenraum Gau-Algesheimer Terrasse besteht die Möglichkeit für den Arten- und Biotopschutz geeignete Grundstücke zu erwerben und Maßnahmen zur nachhaltigen naturschutzfachlichen Aufwertung des Naturhaushalts sowie des Landschaftsbildes umzusetzen. Die Aufwertung soll in erster Linie durch die Anlage lichter Gehölzbestände und locker bepflanzter (Wild-)Obstwiesen, mit einem hohen Offenlandanteil, erreicht werden. Ackerflächen werden durch Selbstbegrünung und regelmäßiges Mulchen zu mageren Grünlandflächen entwickelt. Bei passenden Rahmenbedingungen werden diese im Einzelfall auch durch Beweidung bewirtschaftet. Ziel des Projektes ist es funktionsfähige Trittsteinbiotope, zur Ergänzung bestehender Kernlebensräume, für die heimische Vogelwelt und speziell für die Leitart Neuntöter zu schaffen.

Offenhaltung Kiesbuckel Schweighofen

Die Flächen des Kiesbuckel-Geländes sind aktuell im westlichen Teil überwiegend mit Brombeere, Goldrute und Japan-Knöterich bewachsen. Dies führt zu einem Verschwinden heimischer Gräser und Blütenpflanzen. Aus diesem Grund wird eine Beweidung der Fläche mit Schafen und Ziegen etabliert, um eine Magerrasenvegetation zu entwickeln. Die Fläche weist bereits jetzt ein strukturreiches Mikrorelief auf, welches in Kombination mit den Aufwertungen zu einer Verbesserung des Lebensraums insbesondere für Wildbienen beiträgt. Östlich an die zu entwickelnde Fläche bleiben Baumweiden und eine Mähwiese im Bestand erhalten, sodass insgesamt ein strukturreiches Gebiet geschaffen wird.

Erwerb und Aufwertung von Biotopflächen in Erlenbach bei Kandel

In der Gemarkung Erlenbach bei Kandel werden Grundstücke von insgesamt ca. 4 ha Fläche erworben mit dem Ziel strukturreiche Lebensraumkomplexe aus mageren Flachlandmähwiesen, Stillgewässern und Gehölzinseln zu entwickeln. Dies soll durch Eingriffe in die Gehölzstrukturen, Uferfreistellung der bestehenden Naturschutzteiche sowie extensive Pflege der Wiesenflächen geschehen. Durch die Änderung der Grünlandbewirtschaftung – insbesondere durch Verzicht auf Düngung – wird die Entwicklung von an den Standort angepassten Biotoptypen gefördert, die in der Folge wieder als Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Organismen fungieren können.

Teichrückbau und Renaturierung Weedgraben/Flomborn

Das Projekt erfüllt die Kriterien zur Kofinanzierung einer Aktion Blau Plus-Förderung mit Ersatzzahlungen. In diesem ist vorgesehen den mit einer Folie künstlich angelegten und mittlerweile undichten Teich zurückzubauen und das Quellbächlein, den Weedgraben, über einen naturnah gestalteten Gewässerlauf über das Gelände zu führen und an den Flomborn (Altbach) anzubinden. Das Planungsgebiet liegt im WRRL-Bearbeitungsgebiet "Oberrhein" und gehört zur WRRL-Planungseinheit "Selz-Pfrimm". Der Oberflächenwasserkörper wird als erheblich veränderter Gewässerkörper eingestuft. Das Maßnahmenziel ist eine Aufwertung zur Erreichung eines "guten ökologischen Potentials".

Erwerb und naturnahe Gestaltung des Dierbacher Teichs

Am Dierbach (Landkreis Südliche Weinstraße) besteht die Möglichkeit einen 250 m² großen Teich und 1,5 ha umgebende Fläche mit Schilfröhricht, Feuchtwiesen und Gehölzstrukturen zu erwerben. Das künstlich eingefasste Ufer des Fischteiches wird in ein naturnahes Ufer mit Flachwasserzonen umgewandelt, um ein Amphibienbiotop zu entwickeln. Der Baumbestand der umliegenden Flächen wird zugunsten von Schilfröhricht und seggenreichen Feuchtwiesen ausgelichtet. Die Feuchtwiesen werden durch schonende Mahd gepflegt. So wird Lebensraum für Insekten und Wiesenvögel entwickelt.

Erwerb und Aufwertung einer Weinbergsbrache in der Mörzheimer Feldflur

Inmitten der intensiv landwirtschaftlich genutzten Feldflur (Weinbau) in Landau-Mörzheim besteht die Möglichkeit zwei Flurstücke zu erwerben, die verbracht sind. Die dort schon vorhandenen relativ zahlreichen Strukturen (hohe und niedrige Bäume, Buschwerk, Hecken, Wiesenfläche) sollen durch den Erwerb gesichert und weiter aufgewertet werden. Ziele der Maßnahme sind die Entwicklung eines strukturreichen Gehölzriegels mit artenreichen Wiesenbereichen und die Sicherung und weitere Erhöhung der Artenvielfalt. Ebenfalls wird durch den Erhalt und die Aufwertung der Flächen ein Trittsteinbiotop geschaffen zur Vernetzung der Landschaftsschutzgebiete „Täler Brühl- und Schleidgraben“ im Süden und „Birnbachtal West und Ost“ im Norden, die beide in Ost-West-Richtung entlang der Bachtäler verlaufen.

Westhofen Höllenbrand

Im Rahmen der erfolgten Bewilligung wird ein Maßnahmenkonzept zur Aufwertung des Lebensraums von Steinschmätzer, Wiedehopf und Zauneidechse, innerhalb des Vogelschutzgebiets Höllenbrand auf ca. 420 ha, erarbeitet. Das Vogelschutzgebiet birgt viele potentielle Lebensräume für die genannten Arten, die jedoch durch Verbuschung oder Wegfall der Nutzung nicht mehr für diese zur Verfügung stehen. Auf Flächen der Ortsgemeinde Westhofen wird nun eine systematische Untersuchung der Artenvorkommen und Biotopstrukturen vorgenommen. Auf Grundlage dieser Daten sollen wirksame Maßnahmen zur naturschutzfachlichen Aufwertung entwickelt werden.

Erhaltung und Wiederherstellung der Strukturvielfalt im Biotopsystem der Kalkflugsande zwischen Mainz und Bingen

Durch Ankauf, Entwicklung und Pflege von Flächen (ca. 13 ha) im Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebiet soll der Erhalt, die Wiederherstellung und die Aufwertung des Lebensraums „Dünen- und Sandgebiete Mainz-Ingelheim“ sowie des “Kalkflugsandgebiet Mainz-Ingelheim“, unter Erhöhung der Strukturvielfalt und standortgemäßer Bewirtschaftung, sichergestellt werden. Hiervon sollen vor allem bedrohten Arten wie Wiedehopf, Heidelerche, Neuntöter sowie Sand-Silberscharte und Spanische Flagge profitieren.

Wiesenlandschaft Dürkheimer Bruch

Das FFH-Gebiet „Dürkheimer Bruch“ wird von wechselfeuchten Wiesen, kleinen Fließgewässern sowie Hecken geprägt. In der Vergangenheit zeichnete sich das Bruch aber auch durch eine weite Verbreitung von artenreichen Stromtalwiesen aus, die früher als Streuwiesen genutzt wurden. Durch Änderung der Nutzungsart (Entwässerung, Düngung, Vorverlegung des Schnitts, Nutzung als Pferdekoppel) degradierten und verschwanden die artenreichen und mageren Wiesen zusehends, da sie sich aus standortökologischer Sicht als ungedüngte und einmal im Jahr erst im Herbst gemähte Wiesen auf wechselfeuchten bis nassen Standorten charakterisieren.
Über die derzeit laufende Unternehmensflurbereinigung „Dürkheimer Bruch“ besteht nun die Möglichkeit ca. 23 ha an Flächen in den Gemarkungen Bad Dürkheim und Erpolzheim zu Gunsten des Naturschutzes zu erwerben. Danach wird es möglich sein die Flächennutzung zu extensivieren (angepasstes Mahdregime und/oder Beweidung), um Glatthafer-, Stromtal- und Feuchtwiesen zu erhalten und zu entwickeln und damit Lebensraum für streng geschützte Arten, wie z.B. den Hellen und Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling oder den Wachtelkönig zu schaffen.

Beweidung Lohäcker

Auf zwei Flurstücken im LSG "Pfälzische Rheinauen", welche sich im Eigentum des Rhein-Pfalz-Kreises befinden, plant der Landkreis eine langfristige extensive Nutzung durch Beweidung zu etablieren, um artenreiche Stromtalwiesen mit einem begleitenden Hartholz-Auwald zu entwickeln. Um die Beweidung durchzuführen, werden mit Mitteln aus Ersatzzahlung die Flächen hergerichtet sowie die notwendige Infrastruktur geschaffen. Um eine sichere Beweidung zu ermöglichen, sollen die sich in dem Wäldchen befindlichen baulichen Altlasten – eine Jagdhütte sowie Reste einer alten Zaunanlage – entfernt werden. Darüber hinaus soll zur Ermöglichung der Beweidung ein zweizügiger elektrischer Festzaun mit Torelementen installiert werden. Der Zaun soll die Weidetiere einkoppeln, das unerwünschte Befahren und Begehen des leicht zugänglichen Geländes sowie das illegale Ablagern von Müll verhindern.